17 March 2026, 00:17

50 Jahre später: Tourist gibt gestohlenen Hofbräuhaus-Krug zurück

Deutsche Banknote zeigt Mann in weißem Hemd und blauem Hut mit Bierflasche, mit verschmitztem Gesichtsausdruck, umgeben von Text einschließlich des Wortes "Bier" und einem gekrönten Schild-Logo.

50 Jahre später: Tourist gibt gestohlenen Hofbräuhaus-Krug zurück

Ein Tourist hat fast 50 Jahre nach dem "Ausleihen" einen Bierkrug an Münchens Hofbräuhaus zurückgegeben. Der englischsprachige Besucher gestand, dass er den Krug nach einer durchzechten Nacht mitgenommen hatte. Als er am nächsten Morgen in seinem Hotelzimmer aufwachte, befand sich der Becher noch in seinem Besitz. Jahrzehnte später informierte er sich auf der Website des Hofbräuhauses über den aktuellen Preis eines Kruges, bevor er das Geld überwies.

Solche Rückgaben sind keine Seltenheit. Die Bierhalle erhält etwa drei- bis viermal im Jahr Briefe mit zurückgeschickten Krügen oder finanziellen Entschädigungen. In den letzten fünf Jahren wurde jedoch keiner dieser Fälle als Diebstahl gewertet – alle endeten mit einer finanziellen Wiedergutmachung und ohne juristische Konsequenzen.

Um "versehentliche" Mitnahmen zu verhindern, führt das Hofbräuhaus mittlerweile Sicherheitskontrollen am Ausgang durch. Dennoch wird nicht erfasst, wie viele Krüge über die Jahre verschwinden. Die 20 Euro, die der Tourist überwiesen hat, fließen stattdessen an die Bunte Münchner Kindl, eine lokale Initiative, die bedürftigen Kindern Schulmaterialien zur Verfügung stellt.

Der zurückgegebene Krug reiht sich in eine kleine, aber stetige Serie ähnlicher Fälle ein. Zwar leitet das Hofbräuhaus keine rechtlichen Schritte ein, doch die Gelder aus den Erstattungen kommen oft gemeinnützigen Projekten zugute. Diesmal wird das Geld Kindern in München helfen, wichtige Schulutensilien zu erhalten.

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