Aldi Süd baut 1.250 IT-Stellen am Hauptsitz ab – und setzt auf externe Partner
Jakob BauerAldi Süd baut 1.250 IT-Stellen am Hauptsitz ab – und setzt auf externe Partner
Aldi Süd kündigt Abbau von 1.250 Stellen am Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr an
Der Discounter reagiert damit auf eine Neuausrichtung seiner IT-Strategie: Statt auf interne Kapazitäten zu setzen, will das Unternehmen künftig stärker mit externen Dienstleistern zusammenarbeiten. Betroffene Mitarbeiter sollen durch freiwillige Abfindungsprogramme und nicht durch betriebsbedingte Kündigungen ausscheiden.
Zuvor hatte Aldi Süd seine IT-Abteilung auf über 4.000 Beschäftigte ausgebaut und mit Aldi DX eine digitale Einheit gegründet, die ein standardisiertes, globales IT-System aufbauen sollte. Nun fallen im Rahmen der Umstrukturierung mehr als 1.000 Stellen innerhalb von Aldi DX weg. Auch die internationale Einkaufsorganisation Aldi International Services ist von den Einschnitten betroffen.
Anstelle eines großen internen Teams wird Aldi Süd einen erheblichen Teil seiner Technologieoperationen auslagern. Eine Schlüsselrolle übernimmt dabei Tata Consultancy Services (TCS), das den Handelskonzern bei der Vereinfachung und Modernisierung seiner IT-Infrastruktur unterstützen soll. Das Unternehmen betont, dass keine betriebsbedingten Entlassungen geplant seien – betroffene Mitarbeiter könnten das Unternehmen im Rahmen des freiwilligen Programms verlassen.
Die Entscheidung markiert einen Kurswechsel: Nach Jahren des Ausbaus interner Digitalkompetenzen setzt Aldi Süd nun auf schlanke Strukturen mit weniger eigenen Mitarbeitern und stärkerer Einbindung externer Expertise. Durch die Umstrukturierung verringert sich die digitale Belegschaft um etwa ein Viertel. Die verbleibenden IT-Projekte werden von einem kleineren Team in Zusammenarbeit mit Drittanbietern wie TCS weitergeführt. Für Mitarbeiter, die sich für den freiwilligen Ausstieg entscheiden, stehen Abfindungsregelungen bereit.






