Immer mehr Winzer konzentrieren sich auf alkoholfreie Weine - Alkoholfreier Wein boomt: 25 Prozent mehr Umsatz in Deutschland
Alkoholfreier Wein liegt in Deutschland im Trend – Umsatz stieg um 25 Prozent
Der Absatz von alkoholfreiem Wein steigt in Deutschland rasant: Im vergangenen Jahr verzeichnete die Branche ein Wachstum von 25 Prozent. Hinter diesem Boom steht ein allgemeiner Trend zu gesünderen Trinkgewohnheiten, da immer mehr Verbraucher zu leichteren, alkoholarmen Alternativen greifen. Mittlerweile stellen fast ein Drittel der deutschen Weingüter alkoholfreie Varianten her – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren.
Deutschland konsumiert jährlich rund 1,5 Milliarden Liter Wein, wobei 43 Prozent aus heimischer Produktion stammen. Zwar dominiert nach wie vor der klassische Wein, doch alkoholfreie Sorten machen inzwischen etwa zwei Prozent des Gesamtumsatzes der Branche aus. Diese Getränke enthalten höchstens 0,5 Volumenprozent Alkohol – deutlich weniger als die 10 bis 13 Prozent in herkömmlichen Weinen.
Das Deutsche Weininstitut (DWI) führt die wachsende Nachfrage auf eine verbesserte Qualität und ein größeres Angebot zurück. Im Vergleich zu 2022 kauften 2023 bereits 44 Prozent mehr Haushalte alkoholfreien Wein. Gleichzeitig versorgen die rund 100.000 Hektar Weinberge des Landes – vor allem in Rheinland-Pfalz – sowohl den traditionellen als auch den alkoholfreien Markt.
Auf der ProWein in Düsseldorf, die in dieser Woche Zehntausende Besucher an drei Tagen anzieht, steht das Thema ebenfalls im Fokus. Im Rahmen der Messe präsentiert die Sonderfläche ProWein Zero alkoholfreie und -reduzierte Produkte, darunter deutsche Hersteller wie Vaux und Prinz Salm. Zwar sind Winzer aus über 60 Ländern vertreten, doch wie viele Aussteller explizit alkoholfreie Weine anbieten, geht aus aktuellen Berichten nicht hervor.
Der Aufstieg des alkoholfreien Weins zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung. Immer mehr Weingüter erweitern ihr Sortiment, während sich die Nachfrage durch verbesserte Herstellungstechniken und eine größere Verfügbarkeit weiter stärkt. Die Branche rechnet damit, dass dieser Trend die deutsche Weinwirtschaft auch in den kommenden Jahren prägen wird.