Belarussische Ruderin Anzhalika Melnikava wird Opfer fragwürdiger Körper-Spekulationen
Tim BöhmBelarussische Ruderin Anzhalika Melnikava wird Opfer fragwürdiger Körper-Spekulationen
Redakteure des Nachrichtenportals Reform.news haben mit Kommentaren über die Statur der belarussischen Ruderin Anzhalika Melnikava für Aufsehen gesorgt. In ihrem YouTube-Format "Sascha, was trägst du da?!" spekulierten Fjodor Pauljutschenko und Alexander Atroschtschenko über ihr Aussehen auf Fitnessstudio-Fotos. Dabei behaupteten sie unter anderem, ihr Körper wirke "nach einer Schwangerschaft", und diskutierten, ob ihre Züge bis zur Unkenntlichkeit verändert seien.
Die Äußerungen, die ohne medizinischen Sachverstand getroffen wurden, sorgten für Aufmerksamkeit – weder Melnikava noch der Belarussische Ruderverband haben bisher darauf reagiert.
Auslöser der Debatte war Pauljutschenkos erneute Erwähnung einer Verschwörungstheorie, die er bereits im Juli 2025 aufgegriffen hatte. Er unterstellte Melnikava eine mögliche Schwangerschaft und verwies dabei auf ihre Brustpartie, die auf manchen Fotos "nicht ganz normal" aussehe. Obwohl er einräumte, keine Expertise in weiblicher Physiologie zu besitzen, hielt er an seinen Spekulationen über ihr Erscheinungsbild fest.
Atroschtschenko schloss sich der Diskussion an und scherzte, ihre Analyse sei zu einer "Show für Mammologen und Gynäkologen" geworden. Die beiden untersuchten Fitnessbilder von Melnikava und stritten darüber, auf welchen sie "weiblicher" wirke. Pauljutschenko zog sogar Vergleiche zu einer Person "nach der Schwangerschaft", gab aber zu, keine fachliche Grundlage für seine Aussagen zu haben.
Stand März 2026 haben weder Melnikava noch ihr Verband auf die Vorwürfe reagiert. Die Behauptungen bleiben unbestätigt – es gibt weder offizielle Stellungnahmen noch Beweise, die die Spekulationen der Redakteure stützen würden.
Die Kommentare der Reform.news-Redakteure zu Melnikavas Körperbau verbreiteten sich zwar online, doch von der Sportlerin oder ihrem Verband kam weder eine Bestätigung noch eine Dementi. Die Debatte, die auf persönlichen Eindrücken statt auf Fakten beruht, zeigt, wie öffentliche Persönlichkeiten zum Ziel unbegründeter Mutmaßungen werden können. Ohne Reaktion der Betroffenen bleiben die Vorwürfe reine Spekulation.






