Bochumer Forscher revolutionieren grüne Wasserstoffproduktion mit Kreislaufkonzept
Jakob BauerBochumer Forscher revolutionieren grüne Wasserstoffproduktion mit Kreislaufkonzept
Ruhr-Universität Bochum leitet neues Forschungsprojekt für nachhaltigere Wasserstoffproduktion
Die Ruhr-Universität Bochum steuert eine neue Forschungsinitiative, die die Wasserstoffherstellung umweltfreundlicher gestalten soll. Das Projekt CircuPEM konzentriert sich auf Protonenaustauschmembran-Elektrolyseure (PEM-Elektrolyseure) – eine Schlüsseltechnologie für grünen Wasserstoff. Mit rund 2,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert, zielt es darauf ab, die Abhängigkeit von seltenen Materialien wie Iridium und Platin zu verringern.
Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben CircuPEM ist Teil des Innovationswettbewerbs GreenEconomy.IN.NRW des Landes Nordrhein-Westfalen. Es wird vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes sowie von der Europäischen Union unterstützt. Die Forschung gliedert sich in drei Phasen: die Analyse der bestehenden Wertschöpfungskette, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und die Erarbeitung praxisnaher Empfehlungen für die Industrie.
Zu den wichtigsten Partnern zählt das Heinz-Nixdorf-Institut (HNI) der Universität Paderborn, wo die wissenschaftliche Mitarbeiterin Julia Marie Vehmeyer mitwirkt. Zudem sind das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) sowie die Unternehmen Direct Matter GmbH und Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG beteiligt. Gemeinsam streben sie an, ein Kreislaufwirtschaftskonzept zu etablieren, das die Wiederverwendung von Materialien in PEM-Elektrolyseuren maximiert.
Durch die Reduzierung der Abhängigkeit von knappen Rohstoffen soll das Projekt die langfristige Tragfähigkeit der grünen Wasserstoffproduktion stärken. Das Team erforscht Möglichkeiten, kritische Metalle zurückzugewinnen und zu recyceln, um die Technologie sowohl effizient als auch umweltverträglich zu gestalten.
Die Initiative CircuPEM läuft bis 2027 und soll mit ihren Ergebnissen sowohl die Politik als auch die Industriepraxis beeinflussen. Bei Erfolg könnte sie die Kosten und Umweltbelastungen der Wasserstoffherstellung senken. Die Projekterkenntnisse könnten zudem künftige Vorschriften zur Ressourceneffizienz in sauberen Energietechnologien prägen.






