06 May 2026, 16:17

Bundeswehr und NRW-Wirtschaft besiegeln historische Sicherheitsallianz

Deutsches Propagandaplakat aus dem Zweiten Weltkrieg, das Soldaten in Helmen mit Waffen zeigt, mit dem Text "Wiener Kommmerzial Bank" unten.

Bundeswehr und NRW-Wirtschaft besiegeln historische Sicherheitsallianz

Bundeswehr und nordrhein-westfälische Wirtschaft rücken enger zusammen

Die Bundeswehr und die Wirtschaft Nordrhein-Westfalens (NRW) haben einen wichtigen Schritt hin zu einer engeren Zusammenarbeit unternommen. Bei einem bisher einmaligen Treffen in Düsseldorf kamen Militärvertreter, Unternehmensführer und Regierungsbeamte zusammen, um gemeinsame Herausforderungen zu erörtern. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Frage, wie private Unternehmen die nationale Verteidigung in einer Zeit erhöhter Sicherheitsrisiken unterstützen können.

Rund 30 Teilnehmer aus den Industrie- und Handelskammern (IHKs) NRWs, Landesministerien und der Bundeswehr nahmen an der gemeinsamen Informationsveranstaltung teil. Organisiert vom Landeskommando Nordrhein-Westfalen, markierte die Veranstaltung den ersten offiziellen Austausch zwischen IHK-Vertretern und Militärführung in der Region.

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Brigadegeneral Müller betonte die Notwendigkeit einer stärkeren Einbindung der Privatwirtschaft in die Verteidigungsbemühungen. Er bezeichnete die IHKs als unverzichtbare Partner, insbesondere in Bereichen wie Logistik, Energiesicherheit und Schutz kritischer Infrastruktur. Auch das Konzept der Bundeswehr für den „German Hub“, der die Verlegung von NATO- und deutschen Truppen durch das Land koordiniert, ist auf die Zusammenarbeit mit Unternehmen angewiesen.

Dr. Ralf Mittelstädt, Hauptgeschäftsführer der IHK Nordrhein-Westfalen, unterstützte den Aufruf zu einer intensiveren Zusammenarbeit. Er unterstrich, dass eine funktionierende Wirtschaft für das Militär entscheidend sei, um moderne Sicherheitsbedrohungen zu bewältigen – von schnellen Transportlösungen bis hin zu ungewöhnlichen Beschaffungserfordernissen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde erläutert, wie Unternehmen an Verteidigungsaufträge gelangen und ihre Kapazitäten an die Anforderungen der Bundeswehr anpassen können.

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine hat Deutschland seine Sicherheitspolitik neu ausgerichtet und legt nun größeren Wert auf Resilienz und Verteidigungsbereitschaft. Der „Einsatzplan Deutschland“ definiert die Rolle des Militärs heute als Teil eines gesamtgesellschaftlichen Ansatzes, bei dem private Unternehmen eine zentrale Funktion beim Schutz kritischer Infrastrukturen und Lieferketten übernehmen.

Das Treffen in Düsseldorf ebnete den Weg für einen kontinuierlichen Dialog zwischen Bundeswehr und NRW-Wirtschaft. Künftige Kooperationen sollen sich auf konkrete Maßnahmen konzentrieren, etwa die Absicherung von Lieferketten und die Unterstützung militärischer Logistik. Das Landeskommando hat zugesagt, den regelmäßigen Austausch mit den IHKs fortzuführen, um die Verteidigungsfähigkeiten Deutschlands zu stärken.

Quelle