Castor-Transport erreicht Ahaus nach massiven Protesten und Polizeieinsatz
Johanna AlbrechtCastor-Transport erreicht Ahaus nach massiven Protesten und Polizeieinsatz
Ein Transportkonvoi mit einem Castor-Behälter für atomaren Abfall traf in den frühen Morgenstunden des Mittwochs in Ahaus ein. Die Fahrt, die vom Forschungszentrum Jülich aus startete, wurde entlang der Strecke von großangelegten Protesten begleitet. Die Polizei setzte über 2.400 Beamte ein, um den Transport abzusichern.
Der Konvoi verließ das Jülicher Gelände gegen 10 Uhr. Bereits vor der Abfahrt hatten sich Atomkraftgegner vor den Toren versammelt. Während der Fahrt bildete sich eine mehrere Kilometer lange Kette von Demonstranten.
Die Straße zum Zwischenlager war für den regulären Verkehr gesperrt. Trotz der Proteste gab es während der Fahrt keine Zwischenfälle. Es handelt sich um die erste größere Lieferung seit fast 28 Jahren – damit steigt die Gesamtzahl der in Ahaus gelagerten Castor-Behälter auf 38.
Die Landesregierung kündigte an, solche Atomtransporte künftig reduzieren zu wollen. Oppositionspolitiker kritisierten den Einsatz jedoch scharf und behaupteten, er hätte vollständig vermieden werden können.
Der Behälter erreichte Ahaus ohne Störungen, doch die Proteste hielten auch nach der Ankunft an. Die Behörden bestätigten, dass die Aktion unter starkem Polizeischutz sicher abgeschlossen wurde. Die Debatte über die Transportpolitik für atomaren Abfall wird nach dieser Lieferung voraussichtlich weitergehen.






