CDU-Münster zerstreitet sich über Oberbürgermeister Grube – Abwahl scheitert kläglich
Tim BöhmCDU-Münster zerstreitet sich über Oberbürgermeister Grube – Abwahl scheitert kläglich
Bei einem angespannten CDU-Treffen in Münster kam es zu Auseinandersetzungen über die Führung von Oberbürgermeister Ulf-Marcus Grube. Die Fraktion hatte zwar versucht, ihn abzulösen, zog den Antrag später aber zurück. Nun hinterfragten Basismitglieder die Gründe für das gescheiterte Vorhaben.
An der Versammlung nahmen 68 Christdemokraten teil, darunter alle acht Fraktionsmitglieder, die ursprünglich Grubes Absetzung betreiben wollten. CDU-Kreisvorsitzender Timo Albeshausen leitete die Sitzung, während der Stadtverbandsvorsitzende Uwe Franke nicht den Vorsitz innehatte. Vor der offenen Debatte sprachen Bürgermeister Grube und der ehemalige Feuerwehrchef Michael Kammstieß im Namen der Feuerwehr zu den jüngsten Vorwürfen.
Viele Anwesende kritisierten das Vorgehen der Fraktion scharf. Einige warfen die Frage auf, warum deren Mitglieder nicht selbst zurücktreten sollten, wenn sie dem Oberbürgermeister kein Vertrauen mehr entgegenbrächten. Eine Mehrheit drängte auf eine Abstimmung über einen zweiten Absetzungsversuch, doch die Stadtverbandsführung blockierte den Antrag. Franke wies später Vorwürfe zurück, die Feuerwehr habe den Stadtrat erpresst – solche Behauptungen seien haltlos.
Fraktionschef Stefan Sorge lehnte es ab, sich der Böhme-Zeitung zu den aktuellen Entwicklungen zu äußern.
Die Versammlung endete ohne erneute Abstimmung über Grubes Amt. Die Glaubwürdigkeit der Fraktion litt, da sich die Mehrheit der Basis gegen ihre Haltung stellte. Vorerst bleibt der Oberbürgermeister im Amt, doch die Spannungen in der Partei bestehen fort.






