23 May 2026, 08:20

DFG fördert Forschung zu Metaflammation und chronischen Entzündungen bis 2028

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DFG fördert Forschung zu Metaflammation und chronischen Entzündungen bis 2028

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die zweite Förderphase für den Sonderforschungsbereich (SFB) 1454 mit dem Titel „Metaflammation und zelluläre Programmierung“ bewilligt. Von Januar 2025 bis Dezember 2028 wird die Initiative ihre Untersuchungen vertiefen, wie moderne Lebensstile chronische Entzündungen auslösen. Gleichzeitig soll die Öffentlichkeitsarbeit ausgebaut werden, um die gesellschaftliche Relevanz des Projekts stärker sichtbar zu machen.

Der SFB, der an der Universität Bonn angesiedelt ist, erforscht, wie übermäßige Kalorienzufuhr, Bewegungsmangel und Umweltstress zu Metaflammation führen – einer anhaltenden, schwelenden Entzündung. Diese steht in Verbindung mit Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Störungen, neurodegenerativen Leiden und dem metabolischen Syndrom. Mit einem interdisziplinären Ansatz untersucht das Team, wie Immunzellen in diesen Prozessen fehlgesteuert werden.

Wichtige Impulse kommen von der Technischen Universität Braunschweig, wo Wissenschaftler:innen auf Immunmetabolismus und Massenspektrometrie spezialisiert sind. Ihre Arbeit umfasst die Identifizierung von Metaboliten in Zellen und Körperflüssigkeiten. Ein Projekt entdeckte etwa Mesaconat, ein entzündungshemmendes Molekül in Immunzellen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Aspartat-Mangel in entzündeten Makrophagen und dessen Auswirkungen auf die Produktion von Stickstoffmonoxid – einer entscheidenden Immunreaktion.

Am SFB wirken Expert:innen verschiedener Einrichtungen mit, darunter das Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung, das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und das Deutsche Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ). Die Technische Universität Braunschweig leitet ein zentrales Serviceprojekt, das mithilfe der Massenspektrometrie Metabolitenprofile erstellt und damit die übergreifenden Forschungsziele des SFB unterstützt.

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Die zweite Förderphase läuft bis Ende 2028 und legt besonderen Wert auf den Dialog mit der Öffentlichkeit. Durch die Aufklärung über die molekularen Ursachen von Metaflammation will der SFB die Grundlage für zukünftige Therapien chronisch-entzündlicher Erkrankungen schaffen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Forschungseinrichtungen bleibt dabei ein zentraler Erfolgsfaktor.

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