Dokumentarfilm zeigt, wie der Krieg Väter raubte – und Söhne prägte
"Söhne ohne Väter" – Ein neuer Dokumentarfilm über die Spätfolgen des Vaterverlusts nach dem Zweiten Weltkrieg
Am Sonntag, dem 11. Mai 2025, wird in der Evangelischen Johanneskirche in Troisdorf der Dokumentarfilm "Söhne ohne Väter" gezeigt. Die Produktion beleuchtet die langfristigen Auswirkungen eines Lebens ohne Vater nach dem Zweiten Weltkrieg – anhand persönlicher Schicksale von Männern, die in der Nachkriegszeit in Troisdorf aufwuchsen.
Nach 1945 wuchs in Deutschland fast jedes dritte Kind ohne Vater auf. Viele Jungen entwickelten eine enge Bindung zu ihren Müttern, die manche später als erdrückend beschrieben. Der Film fängt diese Erfahrungen in offenen Interviews ein.
In einigen Fällen traten Stiefväter in das Familiengefüge ein, was komplexe emotionale Dynamiken schuf. Die Dokumentation untersucht, wie diese Beziehungen das Leben der Zurückgebliebenen prägten.
Die Vorführung beginnt um 17:00 Uhr, der Eintritt ist für alle Besucher frei. Die Veranstalter hoffen, dass der Abend zum Nachdenken über eine Generation anregt, die tief von Verlust gezeichnet ist.
Der Film wirft ein Licht auf eine kaum beachtete Kriegsfolge: das Fehlen der Väter und seine langfristigen Auswirkungen. Durch die persönlichen Erzählungen gibt er Einblick in die Kämpfe und die Widerstandskraft der Nachkriegsfamilien. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt kostenlos.






