Emsdettens Sportforum plant Umzug der Green Academy und mehr Bewegung in Schulen
Tim BöhmEmsdettens Sportforum plant Umzug der Green Academy und mehr Bewegung in Schulen
Jährliches Sportforum in Emsdetten: Vereine, Schulen und Verantwortliche diskutieren Zukunft des Sports in der Region
Das jährliche Sporttreffen in Emsdetten brachte lokale Vereine, Schulen und Vertreter aus Politik und Verwaltung zusammen, um über zentrale Entwicklungen in der Region zu beraten. Im Mittelpunkt standen Pläne für mehr Bewegung im Schulalltag, die Verlegung eines wichtigen Handball-Leistungszentrums sowie Forderungen nach besserer Fördermittelvergabe.
Die vom TV Emsdetten ausgerichtete Veranstaltung fand lobende Worte von Regierungspräsident Andreas Bothe. Er würdigte das Engagement des Vereins, der mit 5.000 Mitgliedern, 400 Ehrenamtlichen und über 40 hauptamtlichen Kräften in 25 Sportarten aktiv ist. Bothe betonte zudem die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Sports als Motor für Integration, Teamgeist und Fairness.
Ein zentraler Beschluss war die Verlegung der Green Academy, des Landesleistungszentrums für Handball, von Ahlen nach Emsdetten. Damit soll die Nachwuchsförderung in der Euregio gestärkt werden, insbesondere durch gezielte Talententwicklung im Handball.
Themen der Diskussion waren auch die Initiative „Bewegungschancen“, die mehr sportliche Aktivitäten in den Schulstunden verankern will, sowie das ab kommendem Jahr geltende Recht auf ganztägige Schulbetreuung. Dabei ging es um die Frage, wie Sporthelferinnen und Sporthelfer den Übergang in Trainerrollen in den Vereinen schaffen können.
Ein zentraler Kritikpunkt blieb die Fördermittelvergabe, insbesondere die Verteilung des Sondersportfonds an die Kommunen. Die Verbände forderten die Landesregierung auf, den Zugang zu diesen Geldern zu vereinfachen, um eine schnellere und unbürokratischere Unterstützung des Breitensports zu ermöglichen.
Am Ende des Treffens standen klare Prioritäten: die Stärkung des Schulsports, die Unterstützung des neuen Standorts der Green Academy sowie die Optimierung der Förderprozesse. Diese Maßnahmen sollen die lokale Sportinfrastruktur nachhaltig verbessern und in den kommenden Jahren mehr Menschen zur Teilnahme motivieren.






