Ford Köln baut Tausende Stellen ab – Elektroauto-Flaute trifft Arbeitsplätze hart
Nico MeyerBogeyman der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford Köln baut Tausende Stellen ab – Elektroauto-Flaute trifft Arbeitsplätze hart
Fords Werk in Köln streicht Tausende Stellen im Rahmen eines umfassenden Sparprogramms. Der Konzern konnte betriebsbedingte Kündigungen vermeiden, nachdem sich genug Mitarbeiter für einen freiwilligen Abgang entschieden hatten. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der Ford mit schwachen Absatzzahlen bei Elektrofahrzeugen und steigenden Verlusten in Deutschland kämpft.
Die Belegschaft am Standort Köln ist in den vergangenen Jahren drastisch geschrumpft. Noch 2019 beschäftigte das Werk 18.000 Menschen – doch diese Zahl wird bald auf unter 9.000 sinken. Rund 2.100 Mitarbeiter nahmen ein freiwilliges Abfindungsangebot an, während weitere 800 Arbeitsplätze an neue Eigentümer übergingen.
Ursprünglich hatte Ford geplant, im Rahmen eines im vergangenen Sommer vereinbarten Kostensenkungsprogramms 2.900 Stellen abzubauen. Das Ziel wurde ohne Zwangsentlassungen erreicht, wobei Anfang 2024 jedoch fast 1.000 Produktionsjobs aufgrund der schwachen Nachfrage nach Elektroautos kurzfristig gestrichen wurden.
Trotz Milliardeninvestitionen in die Modernisierung des Kölner Werks für die Elektrofahrzeugproduktion bleiben die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück. Das Unternehmen strebt nun an, seine deutschen Geschäftsaktivitäten durch Stellenabbau und Einsparungen wieder in die Gewinnzone zu führen.
Für drei Bereiche des Werks – darunter den Werkzeugbau und den Druckguss – wurden potenzielle Investoren identifiziert. Die Verhandlungen über diese Sparten laufen bis zum 30. Juni 2026 weiter.
Nach der Umstrukturierung verbleiben in Köln weniger als 9.000 Beschäftigte – vor den Kürzungen waren es noch etwa 10.500. Ford erhofft sich von den Maßnahmen eine Stabilisierung der Finanzen und eine Steigerung der Effizienz. Weitere Entscheidungen über die Zukunft des Standorts hängen von den laufenden Investorengesprächen ab.