22 May 2026, 22:22

Gedenkmarsch in Munster ehrt gefallene Kunduz-Soldaten nach 14 Jahren

14K3 März: Auf dem Weg zu größerer Wertschätzung

Gedenkmarsch in Munster ehrt gefallene Kunduz-Soldaten nach 14 Jahren

Gedenkmarsch in Munster für gefallene Soldaten von Kunduz

Am Samstag fand in Munster ein Gedenkmarsch statt, um der deutschen Soldaten zu gedenken, die bei einem tödlichen Gefecht mit den Taliban in Kunduz ihr Leben verloren. Die Veranstaltung markierte den 14. Jahrestag des Einsatzes, der als der verlustreichste in der modernen Geschichte der Bundeswehr gilt. Organisiert wurde der Marsch von Hauptfeldwebel Friedrich Grahl, der rund 30 Teilnehmer anzog – darunter Zivilisten und Angehörige der Streitkräfte.

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Der 14K3-Marsch ehrte die drei gefallenen Soldaten und die acht Verwundeten des Gefechts vom 2. April 2010. Der Name steht für die vergangenen Jahre, den Einsatz selbst und die gefallenen Kameraden. Einige Teilnehmer trugen Rucksäcke mit bis zu 14 Kilogramm Gewicht – ein Symbol für die Last der Erinnerung.

Grahl, der selbst in Litauen stationiert war, aber nicht in Afghanistan im Einsatz, hofft, dass die Veranstaltung das öffentliche und politische Bewusstsein für die Soldaten und ihre Familien stärkt. Zudem will er die Teilnahme in den kommenden Jahren ausbauen. Unter den Teilnehmern war auch eine Familie, die seit 2021 jährlich am Marsch teilnimmt.

Trotz der Bedeutung des Gedenkens äußerten einige Teilnehmer Frustration über behördliche Hürden, die möglicherweise die Teilnehmerzahl begrenzt hätten. Der Marsch bleibt eine ernste Mahnung an die Opfer, die Deutschland bei Auslandseinsätzen gebracht hat.

Der Gedenkmarsch in Munster hielt die Erinnerung an einen prägenden Moment der deutschen Militärgeschichte wach. Veranstalter und Teilnehmer blicken nun nach vorn – mit dem Ziel, die Reichweite der Veranstaltung zu vergrößern. Ihr Anliegen ist es, denjenigen, die gedient haben, und denen, die nicht zurückkehrten, größere Anerkennung zu verschaffen.

Quelle