27 April 2026, 06:23

Gemeinsame Nutzung von Solar- und Windparks könnte Milliarden sparen und Netze entlasten

Plakat, das eine 2023-Steuergutschrift von bis zu 30 % der Kosten für die Installation von Dachsolar überdeckt, mit B├Ąumen und einem Geb├Ąude mit Solarpanelen im Hintergrund.

Gemeinsame Nutzung von Solar- und Windparks könnte Milliarden sparen und Netze entlasten

Eine neue Studie legt nahe, dass die kombinierte Nutzung von Solar- und Windparks an gemeinsamen Netzzugangspunkten die jährlichen Kosten um bis zu 1,8 Milliarden Euro senken könnte. Der Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Netzbetreiber mit der steigenden Nachfrage nach neuen Stromleitungen zur Bewältigung der erneuerbaren Energien kämpfen. Forscher des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) in Köln haben Möglichkeiten analysiert, die finanziellen Belastungen durch den Ausbau der Stromnetze zu verringern.

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Die EWI-Studie zeigt, dass die Kosten für den Netzausbau derzeit zwischen 61 und 180 Euro pro Kilowatt liegen – abhängig von der regionalen Energienachfrage und dem Anteil erneuerbarer Energien. Diese Ausgaben sind Teil der geschätzten 350 Milliarden Euro, die bis 2045 für die Modernisierung der Verteilnetze benötigt werden, vor allem aufgrund des steigenden Einspeisevolumens erneuerbarer Energien.

Die gemeinsame Nutzung von Solar-, Windanlagen und Batteriespeichern an einzelnen Anschlussstellen würde die Netzeffizienz steigern. Dieser Ansatz könnte die durchschnittliche Auslastung erhöhen und den Bedarf an Einspeisemanagement – also das Abregeln überschüssiger erneuerbarer Energie – verringern. Batteriesysteme, die hinter den Netzzugangspunkten platziert werden, könnten Energieverluste weiter reduzieren, indem sie Überschussstrom speichern.

Deutschlands jüngstes Solarspitzen-Gesetz fördert bereits den gemeinsamen Netzzugang für erneuerbare Energien und Speicher. Das EWI weist jedoch darauf hin, dass die aktuellen Anreize zur Optimierung der Anschlüsse noch unvollständig sind. Ohne bessere Koordination könnten diese Lücken zu höheren Kosten und Ineffizienzen führen.

Unterdessen hat das Schweizer Bundesamt für Energie ein neues Dashboard eingeführt, um die Transparenz zu verbessern. Das Tool bietet regionale Prognosen zur Solarstromerzeugung und unterstützt Netzbetreiber bei der Planung.

Die Erkenntnisse des EWI deuten auf erhebliche Einsparungen hin, wenn Solar-, Wind- und Speichersysteme Netzzugangspunkte gemeinsam nutzen. Diese Methode könnte den Druck auf die Betreiber verringern und gleichzeitig Energieverluste reduzieren. Angesichts des beschleunigten Ausbaus erneuerbarer Energien könnten solche Optimierungen entscheidend sein, um die Kosten zu kontrollieren und die Netzstabilität zu gewährleisten.

Quelle