Graham Linehan wirft BBC vor, ihn in Doctors als transfeindlich verunglimpft zu haben
Tim BöhmGraham Linehan wirft BBC vor, ihn in Doctors als transfeindlich verunglimpft zu haben
Der Autor Graham Linehan wirft der BBC vor, ihn in der langjährigen Arztserie Doctors in ein negatives Licht gerückt zu haben. Der 57-Jährige behauptet, die fiktive Figur Dr. Graham Elton sei eine diffamierende Karikatur seiner selbst gewesen. Die letzte Staffel von Doctors wurde 2024 ausgestrahlt, doch der Streit darüber hält seitdem an.
Linehans Vorwürfe konzentrieren sich auf Dr. Graham Elton, eine geschiedene Figur Mitte fünfzig, die als aggressiv transfeindlich dargestellt wird. Der Autor argumentiert, die Darstellung sei als Spott über ihn gedacht gewesen – insbesondere vor dem Hintergrund seiner eigenen öffentlichen Haltung zu Transgender-Themen. Die BBC hat sich bis April 2026 offiziell nicht zu seinen Behauptungen geäußert, und es gab bisher keine rechtlichen Schritte von seiner Seite.
Auch Linehans Privatleben wurde von seinen Ansichten beeinflusst: Seine Ehe mit Helen Serafinowicz endete 2020, wobei Berichte nahelegen, dass die Trennung mit der Kritik an seinen transfeindlichen Äußerungen zusammenhing. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder.
2023 wurde Linehans Auftritt beim Edinburgh Fringe Festival aufgrund seiner umstrittenen Positionen abgesagt. Dennoch kritisiert er weiterhin die BBC und die Darstellung Eltons in Doctors. Die Autoren der Serie betonen, die Figur sei rein fiktiv und nicht an Linehan angelehnt.
Der Konflikt bleibt ungelöst – weder die BBC noch Linehan haben offiziell weiter reagiert, und es gab keine juristischen Konsequenzen. Die letzte Staffel von Doctors endete 2024, doch die Kontroverse um die Figur Elton hält an. Linehans Vorwürfe und die Absage seines Fringe-Auftritts verdeutlichen die anhaltende Debatte um seine öffentlichen Aussagen.






