Großrazzia zerschlägt kriminelles Netzwerk für illegale Beschäftigung und Steuerbetrug
Jakob BauerGroßrazzia zerschlägt kriminelles Netzwerk für illegale Beschäftigung und Steuerbetrug
Großrazzia gegen organisierte Wirtschaftskriminalität diese Woche
In dieser Woche fand eine großangelegte Razzia gegen ein organisiertes kriminelles Netzwerk statt, das sich auf Wirtschaftskriminalität spezialisiert hat. Am Dienstag, dem 29. Oktober 2024, leitete das Hauptzollamt Dortmund – Zweigstelle Siegen eine großflächige Operation gegen illegale Beschäftigung und Finanzbetrug. Mehr als 180 Beamte durchsuchten bei einer koordinierten Aktion 24 Objekte in drei deutschen Bundesländern, um die Strukturen der Gruppe zu zerschlagen.
Die Ermittlungen erstreckten sich über 14 Standorte in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bremen. Zollfahnder, unterstützt von Kriminalbeamten der Kreispolizeibehörde Olpe, führten Durchsuchungsbefehle in Wohnungen und Geschäftsräumen durch, die mit dem Syndikat in Verbindung stehen. Im Fokus stand ein Netzwerk, dem vorgeworfen wird, Drittstaatsangehörige ohne gültige Visa nach Deutschland eingeschleust zu haben.
Die Gruppe soll diese Arbeiter anschließend illegal auf Baustellen im gesamten Land eingesetzt haben. Neben der Ausbeutung der Arbeitskräfte wird ihr vorgeworfen, Löhne vorenthalten, Sozialabgaben in der Bauwirtschaft hinterzogen und Steuern umgangen zu haben. Erste Schätzungen zufolge belaufen sich die nicht gezahlten Sozialversicherungsbeiträge allein auf über 4,4 Millionen Euro.
Bei den Razzien beschlagnahmten die Behörden sechs Luxusfahrzeuge, Bargeld sowie Konten, die mit den illegalen Gewinnen in Verbindung stehen. In zwei Wohnungen wurden zudem illegale Schusswaffen entdeckt und sichergestellt. Die Ermittler gaben bekannt, dass das Syndikat seine Aktivitäten hinter einem undurchdringlichen Geflecht aus Briefkastenfirmen verborgen habe, was die Aufdeckung erschwerte.
Die Ermittlungen gegen das kriminelle Netzwerk laufen weiterhin. Die Behörden haben bisher weder die Zahl der Festnahmen noch die Identitäten der Beteiligten bekannt gegeben. Die beschlagnahmten Vermögenswerte und Beweismittel fließen nun in das laufende Verfahren gegen die Gruppe ein.






