26 April 2026, 06:18

Großübung im Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz nach Erdbeben-Szenario

Umlaufdiagramm des Katastrophenzyklus mit vier beschrifteten Phasen - Verringerung, Vorbereitung, Erholung und Reaktion - verbunden durch Pfeile, um ihren sequenziellen Ablauf zu zeigen.

Großübung im Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz nach Erdbeben-Szenario

Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz in großer Übung

Der Kreis Euskirchen hat kürzlich eine großangelegte Katastrophenschutzübung durchgeführt, um die Einsatzfähigkeit im Ernstfall zu prüfen. Fast 100 ehrenamtliche und professionelle Einsatzkräfte simulierten dabei ein verheerendes Erdbeben-Szenario. Ziel der Verantwortlichen war es, die Koordination, Ressourcensteuerung und Kommunikation unter extremem Druck zu bewerten.

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Grundlage der Übung war ein fiktives Erdbeben der Stärke 6,5 im nördlichen Teil des Kreises, das weitreichende Zerstörungen verursachte. Die Rettungskräfte mussten unter schwierigen logistischen Bedingungen Rettungsmaßnahmen, medizinische Versorgung und Evakuierungen koordinieren. Das Szenario wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und dem Kreis Euskirchen entwickelt – basierend auf der Risikoanalyse der Bundesregierung aus dem Jahr 2019.

Die Einsatzleitung arbeitete auf der Führungsebene D nach Feuerwehrdienstvorschrift 100 und setzte sich aus Kräften aller kommunalen Feuerwehren des Kreises zusammen. Fachberater unterstützten das Team zusätzlich. Zu ihren Aufgaben zählten der schnelle Einsatz von Kräften, die Priorisierung von Ressourcen und die abgestimmte Zusammenarbeit verschiedener Behörden und Organisationen.

Bereits Anfang dieses Jahres hatte dasselbe Führungspersonal gemeinsam mit der Leitstelle der Feuerwehr Mechernich eine separate Winter-Notfallübung durchgeführt. Landrat Markus Ramers lobte im Nachgang den Erfolg der großangelegten Übung und betonte deren Wirksamkeit bei der Überprüfung der Krisenmanagement-Systeme.

Die Übung bestätigte die Fähigkeit des Kreises, auf großflächige Katastrophen zu reagieren, deckte aber auch Verbesserungspotenziale auf. Die Einsatzteams trainierten zentrale Fähigkeiten – von Evakuierungen bis zur behördenübergreifenden Zusammenarbeit. Die Ergebnisse sollen in die Weiterentwicklung der regionalen Katastrophenvorsorge einfließen.

Quelle