29 April 2026, 09:00

Grundschüler und Polizei stoppen rücksichtslose Autofahrer vor ihrer Schule

Plakat mit fettem schwarzen Text "Schulgeschwindigkeit 25 bei Anwesenheit von Kindern" auf einem weißen Hintergrund.

Grundschüler und Polizei stoppen rücksichtslose Autofahrer vor ihrer Schule

Grundschüler in Fellinghausen gehen mit der Polizei gegen rücksichtsloses Fahren vor

Schülerinnen und Schüler der Grundschule Fellinghausen haben sich mit der örtlichen Polizei zusammengetan, um gefährliches Fahrverhalten in der Nähe ihrer Schule zu bekämpfen. Die ungewöhnliche Zusammenarbeit entstand als Reaktion auf einen deutlichen Anstieg von Verkehrsunfällen mit Kindern im vergangenen Jahr. Beamte und Viertklässler arbeiteten Hand in Hand, um Geschwindigkeitsüberschreitungen und die korrekte Nutzung von Sicherheitsgurten im Schulumfeld zu überwachen.

Anlass für die Aktion war ein besorgniserregender Anstieg der verletzten Kinder im Straßenverkehr – ganze 74 Prozent mehr als im Vorjahr. Viele Vorfälle ereigneten sich während der Bring- und Abholzeiten sowie nach schulischen Freizeitaktivitäten. Angesichts dieser Entwicklung organisierte die Polizei gemeinsam mit den Viertklässlern der Fellinghausener Grundschule Kontrollen.

Bei der Aktion wurden fast 120 Autofahrer angehalten. Die Kinder überreichten 36 Regelbrechern höfliche "Erinnerungen" an die Verkehrsregeln, während 81 vorbildliche Fahrer eine Dankeskarte für ihr richtiges Verhalten erhielten. Zudem wurden bei Mittagskontrollen in der nahegelegenen Ortschaft Osthelden zwei Tempoverstöße geahndet – hier waren jedoch keine Schüler beteiligt.

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Polizeidirektor Marcel Zirnsak unterstützte das Projekt nachdrücklich und betonte, dass die Anwesenheit von Kindern Autofahrer sensibilisiere und das Risikobewusstsein schärfe. Auch Landrat Andreas Müller lobte die jungen Helfer für ihr engagiertes Mitwirken. Im Fokus der Kontrollen standen überhöhte Geschwindigkeit sowie die korrekte Nutzung von Kindersitzen.

Die Aktion unterstrich die anhaltenden Sorgen um die Verkehrssicherheit im Umfeld von Schulen. Mit 36 Verwarnungen und zwei Bußgeldern hoffen die Behörden, dass die Zusammenarbeit zu einem verantwortungsvolleren Fahrverhalten beiträgt. Die Beteiligung der Kinder diente dabei als sichtbares Mahnmal für mehr Umsicht in Schulzonen.

Quelle