Hamm plant neue Wohnbauflächen südlich des Bahnhofs Westtünnen
Die Stadt Hamm hat sich mit NRW.URBAN zusammengeschlossen, um neue Wohnmöglichkeiten südlich des Bahnhofs Westtünnen zu erschließen. Ein Entwicklungsträgervertrag wurde unterzeichnet, um erste Untersuchungen des Gebiets in die Wege zu leiten. Bürgermeister Marc Herter betonte die Bedeutung der Schaffung von Baugrundstücken für die lokale Bevölkerung.
Das Vorhaben fällt unter das Programm "Kooperative Bodenordnung", das in anderen Städten Nordrhein-Westfalens bereits Erfolge vorweisen kann. So entstanden in Hattingen zwischen 2020 und 2024 rund 60 Wohneinheiten, in Wickede wurden von 2021 bis 2025 etwa 40 Einheiten realisiert, und Bochum vollendete zwischen 2019 und 2025 etwa 80 Wohneinheiten.
NRW.URBAN übernimmt die ersten Schritte, darunter Bodenbewertungen und Bedarfsanalysen. Die Untersuchungen sollen eine detaillierte Kosten- und Finanzierungsübersicht für das gesamte Projekt liefern. Eigentümer:innen und Beteiligte werden zudem in Konsultationsprozesse während der Planungsphase einbezogen.
Die Stadt Hamm behält dabei die volle Entscheidungs- und Planungshohheit. Die Finanzierung erfolgt über ein Darlehen der NRW.BANK, das über ein Treuhandkonto abgewickelt wird. Sämtliche Erlöse aus dem späteren Verkauf der Grundstücke fließen direkt in den städtischen Haushalt und stehen für weitere Investitionen zur Verfügung.
Die Vorarbeiten dienen der Machbarkeitsprüfung, bevor das Projekt konkret vorangetrieben wird. Bei Erfolg könnte es dringend benötigte Wohnbauflächen für Hamm erschließen. Auf Basis der Ergebnisse wird die Stadt über die nächsten Schritte im Entwicklungsprozess entscheiden.






