Hammer-Möbelkette findet Retter – doch 70 Filialen müssen schließen
Die angeschlagene Möbelkette Hammer hat nach der Insolvenzantragstellung ihrer Muttergesellschaft einen neuen Eigentümer gefunden. Das Investorenkonsortium ReThink übernimmt 93 Filialen und sichert damit rund 1.200 Arbeitsplätze. Im Zuge der Umstrukturierung werden jedoch etwa 70 Standorte geschlossen und die Großhandelsdivision Schlau vollständig abgewickelt.
Die Brüder Schlau Gruppe, zu der Hammer gehört, hatte im Juni Insolvenz angemeldet. Die finanziellen Schwierigkeiten waren erstmals von der "Wirtschaftswoche" berichtet worden. Im Rahmen der Abwicklung wird der Großhandelszweig Schlau seine Tätigkeit komplett einstellen; die verbleibenden Warenbestände werden derzeit veräußert.
ReThink hat sich bereit erklärt, 93 Hammer-Filialen zu übernehmen und unter dem gleichen Namen weiterzuführen. Nicht alle Standorte bleiben jedoch erhalten – rund 70 Filialen sollen schließen, was zu Stellenstreichungen führen wird. Mit den Betriebsräten laufen noch Verhandlungen, um Sozialpläne und Abfindungsregelungen abzuschließen.
Während die meisten Schlau-Großhandelsstandorte verschwinden werden, könnten einige unter neuem Namen wiedereröffnen. Unklar ist bisher, um welche Standorte es sich handelt und wie diese künftig genutzt werden.
Durch den Verkauf an ReThink können 93 Hammer-Filialen ihren Betrieb fortsetzen und über tausend Arbeitsplätze erhalten bleiben. Dennoch werden die Schließung von 70 Standorten und das Ende der Schlau-Division zu erheblichen Entlassungen führen. Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern konzentrieren sich nun darauf, die Folgen dieser Veränderungen abzumildern.






