10 April 2026, 18:18

Herbstalarm: Warum jetzt mehr Wildunfälle auf Straßen drohen als je zuvor

Wildschwein überquert Straße vor einem roten Auto, mit Bäumen im Hintergrund.

Herbstalarm: Warum jetzt mehr Wildunfälle auf Straßen drohen als je zuvor

Herbst bringt erhöhtes Wildunfallrisiko auf Straßen – besonders in Waldgebieten

Mit dem Herbst steigt die Gefahr von Wildunfällen auf Straßen, vor allem in bewaldeten Regionen. Tiere, die auf der Suche nach Nahrung sind, irren häufig auf Autobahnen und Landstraßen und geraten so in gefährliche Situationen mit Fahrzeugen. Die Polizei im Kreis Lippe hat bereits mehrere Vorfälle gemeldet – besonders in den frühen Morgenstunden und bei Einbruch der Dämmerung.

Am 1. Oktober 2025 verunglückte ein 16-jähriger Motorradfahrer auf der Niedermeiner Straße in Kalletal, nachdem er mit einem Wildschwein kollidiert war. Der Unfall unterstreicht die saisonalen Gefahren, da Wildtiere wie Wildschweine, Hirsche und Rehe jetzt vermehrt in Gruppen unterwegs sind.

Autofahrer werden aufgefordert, besonders aufmerksam zu sein und bei Wildsichtungen umsichtig zu reagieren. Taucht ein Tier auf der Fahrbahn auf, sollten sie das Lenkrad festhalten, gleichmäßig bremsen, das Abblendlicht einschalten und – falls sicher – hupen. Plötzliches Ausweichen ist zu vermeiden, um Zusammenstöße mit entgegenkommenden Fahrzeugen oder Bäumen zu verhindern.

Nach einem Unfall gilt es, Ruhe zu bewahren und die Unfallstelle abzusichern. Die Polizei ist unverzüglich unter der Notrufnummer 110 zu verständigen – selbst wenn das Tier geflohen ist. Verletzte Wildtiere dürfen keinesfalls berührt werden, da sie aus Angst oder Schmerz aggressiv reagieren könnten.

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Laut deutscher Verkehrsregeln ist eine Vollbremsung bei kleineren Tieren wie Hasen, Füchsen, Eichhörnchen oder Igeln nicht erlaubt. Dennoch muss jeder Wildunfall den Behörden gemeldet werden.

Angesichts der steigenden Zahl von Wildunfällen ist erhöhte Vorsicht geboten. Die Meldung solcher Vorfälle sichert eine fachgerechte Versorgung verletzter Tiere und beugt weiteren Gefahren auf den Straßen vor. Die Polizei überwacht besonders risikoreiche Abschnitte – vor allem in den frühen Morgen- und Abendstunden bei schlechten Lichtverhältnissen.

Quelle