31 March 2026, 00:18

Immer mehr Kinder in Bergisch Gladbach starten unvorbereitet in die Schule

Kinder vor einem Gebäude mit blühenden Pflanzen, Bäumen und einem klaren blauen Himmel, einige halten Schulranzen.

Immer mehr Kinder in Bergisch Gladbach starten unvorbereitet in die Schule

Immer mehr Kinder in Bergisch Gladbach kämpfen mit dem Schulstart

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Immer mehr Kinder in Bergisch Gladbach zeigen zu Beginn ihrer Schullaufbahn Defizite – viele beherrschen grundlegende Fähigkeiten nicht mehr, die sie einst im Kindergarten erlernt hätten. Die Folge: größere Klassen und eine steigende Zahl von Wiederholern. Die Schulen stehen vor wachsenden Herausforderungen, da immer mehr Erstklässler unvorbereitet in die Grundschule kommen.

Ein Grund dafür ist die unregelmäßigere Kindergartenbesuchsdauer, bedingt durch Personalmangel und Lücken in der Notbetreuung. Dadurch entwickeln weniger Kinder wichtige Vorschulkompetenzen wie das Erkennen von Reimen oder Formen. Die Schulen sind gezwungen, vormals im Kindergarten vermittelte Lerninhalte in den Anfangsunterricht der Grundschule zu integrieren.

Die Auswirkungen sind in Bergisch Gladbach deutlich spürbar: Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die die erste oder zweite Klasse wiederholen müssen, ist stark angestiegen. Im Schuljahr 2021/22 blieben 40 Kinder sitzen, im Schuljahr 2024/25 waren es bereits 67. Auch Sprachprobleme spielen eine Rolle – etwa 25 Prozent der Schulanfänger zeigen behandlungsbedürftige Sprachauffälligkeiten. Dieser Trend zeigt sich in ganz Nordrhein-Westfalen, wo die Fallzahlen innerhalb von fünf Jahren von 12.000 auf 18.000 stiegen.

Mittlerweile planen die Schulen ihre Klassengrößen danach, wie viele Zweitklässler gefährdet sind, durchzufallen. Einige erste Klassen in Bergisch Gladbach zählen bereits 29 Schülerinnen und Schüler – viele von ihnen mit Lernschwierigkeiten. Die flexible Schuleingangsphase in NRW ermöglicht es Kindern, ein, zwei oder sogar drei Jahre für die ersten Schuljahre zu benötigen, wobei das zusätzliche Jahr nicht in die schulische Laufbahn eingerechnet wird.

Die steigende Zahl der Wiederholer spiegelt tiefgreifende Probleme in der frühen Bildung wider. Ohne eine Stärkung der Vorschulförderung werden die Schulen weiterhin mit überfüllten und heterogenen Klassen konfrontiert sein. Die Kommunen müssen dringend die Personalengpässe beheben und Lernrückstände aufholen, um die Grundschulen nicht weiter zu überlasten.

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