29 March 2026, 18:23

K 2025: Kann die Kunststoffbranche ohne globales Abkommen nachhaltiger werden?

Ein Kreisdiagramm, das den Wachstum der globalen Kunststoffindustrie im Jahr 2017 darstellt, mit Abschnitten, die proportional zu ihrem Marktanteil Größe und begleitendem Text, der branchenspezifische Daten und projizierte Wachstumsraten enthält.

K 2025: Kann die Kunststoffbranche ohne globales Abkommen nachhaltiger werden?

Die Kunststoffbranche steht unter wachsendem Druck, ihre Umweltbilanz zu verbessern. Während die globalen Verhandlungen über ein verbindliches Kunststoffabkommen ins Stocken geraten sind, suchen Unternehmen nun nach Wegen, ihr Engagement für Nachhaltigkeit aus eigener Kraft unter Beweis zu stellen. Die anstehende K 2025, die Weltleitmesse für Kunststoffe in Deutschland, wird dabei als zentrale Plattform dienen, um Fortschritte und Innovationen der Branche zu präsentieren.

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Die K 2025, die unter dem Motto "The Power of Plastics" ("Die Kraft der Kunststoffe") steht, inszeniert sich als Wendepunkt für die Industrie. Die Veranstalter beschreiben sie als Chance, Führungsstärke in Sachen Nachhaltigkeit zu demonstrieren und branchenweite Standards zu heben. Aussteller werden praktische Lösungen vorstellen, die Kunststoffe kreislauffähiger, intelligenter und verantwortungsvoller machen sollen.

Dai Nippon Printing (DNP) präsentiert umweltfreundliche, auf Polypropylen basierende Dekorfolien für Fahrzeuginnenräume, die das Recycling erleichtern sollen. Zudem zeigt das Unternehmen eine Außenfolie, die durch den Verzicht auf herkömmliche Lackierung CO₂-Emissionen reduziert. Die Exponate sind in Halle 7a/D09-05 und Halle 15/A57 zu finden.

Die Polyplastics Group stellt Fortschritte im chemischen Recycling vor, darunter ein Verfahren, mit dem POM (Polyoxymethylen) bis 2028 vollständig regeneriert werden soll. Zudem präsentiert das Unternehmen biobasiertes PHBA (Polyhydroxybutyrat) und skizziert Pläne, die Treibhausgasemissionen bis 2030 zu halbieren sowie den CO₂-Fußabdruck seiner Produkte um 30 Prozent zu senken. Der Messestand befindet sich in Halle 7A/B02.

Nordmann, in Zusammenarbeit mit Partnern wie Honeywell, Jiangsu Liside, Marfran und PMC Organometallix, zeigt Rohstoffe, die speziell für die Kreislaufwirtschaft entwickelt wurden. Im Fokus stehen recycelbare Polyolefin-Lösungen und flammschutzmittelhaltige Additive, zu sehen in Halle 6/6E75. Unterdessen setzt Dow unter dem Leitmotiv "Generation Transformation" auf Materialwissenschaft, während KRAHN Chemie Methoden zur Verwertung von Produktionsabfällen und zur Emissionsreduzierung vorstellt.

Die Messe findet zu einem entscheidenden Zeitpunkt statt: Ohne ein globales Abkommen ist die Branche auf eigene Initiativen angewiesen, um nachhaltige Veränderungen voranzutreiben. Die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette wird dabei umso wichtiger – besonders angesichts anhaltender regulatorischer Unsicherheiten weltweit.

Die K 2025 wird zeigen müssen, ob die Kunststoffindustrie skalierbare, nachhaltige Lösungen auch ohne verbindliche internationale Vereinbarungen umsetzen kann. Die Aussteller wollen beweisen, dass Innovation und Teamwork die Zukunft der Branche prägen können. Die Ergebnisse der Messe könnten maßgeblich darüber entscheiden, wie schnell der Sektor den Übergang zu einer echten Kreislaufwirtschaft schafft.

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