22 May 2026, 20:39

KI-System revolutioniert Fehlererkennung auf Leiterplatten nach dem Verzinnen

Automatisierte Qualitätsprüfung von Leiterplatten mit künstlicher Intelligenz

KI-System revolutioniert Fehlererkennung auf Leiterplatten nach dem Verzinnen

Forscher der Bergischen Universität Wuppertal entwickeln ein neues, KI-gestütztes System zur Erkennung von Fehlern auf Leiterplatten (PCBs). Das Projekt zielt auf ein langjähriges Problem ab: Fehlalarme, die durch Lichtreflexionen bei Kontrollen nach dem Verzinnungsprozess ausgelöst werden. Die Finanzierung der auf zwei Jahre angelegten Initiative übernimmt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit insgesamt 216.683 Euro.

Das System nutzt KI-basierte Algorithmen, um Aufnahmen von Leiterplatten aus verschiedenen Winkeln zu analysieren. Durch die Erfassung mehrerer Perspektiven verringert es Fehler, die durch täuschende Reflexionen entstehen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden kommt die Technologie ohne Referenzmuster aus und kann so ein breiteres Spektrum an Defekten erkennen.

Die Qualitätsprüfung erfolgt unmittelbar nach dem Verzinnen, noch bevor weitere Bauteile auf den Platten montiert werden. Diese frühe Kontrolle verhindert, dass fehlerhafte Leiterplatten in die weitere Produktion gelangen.

Die Pentagal Chemie und Maschinenbau GmbH zeichnet für die mechanische und mechatronische Konstruktion verantwortlich. Das Unternehmen plant, das System in seine Heißluft-Lötverzinnungsanlagen (HASL-Maschinen) zu integrieren. An dem Projekt wirken die Universität, Pentagal und der Forscher Jannis Pietruschka mit.

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Professor Stefan Bracke, Inhaber des Lehrstuhls für Zuverlässigkeitstechnik und Risikoanalyse, leitet die wissenschaftliche Arbeit. Für Rückfragen steht er unter +49 202 439-2064 oder [email protected] zur Verfügung.

Das neue Prüfsystem soll die Genauigkeit in der Leiterplattenfertigung erhöhen, indem es falsche Fehlermeldungen reduziert. Mit gesicherter Finanzierung und der Einbindung von Industriepartnern könnte die Technologie bald zum Standard in der Produktion werden. Bei Erfolg des Projekts ist eine breitere Anwendung in der Elektronikfertigung denkbar.

Quelle