Kölner Uni startet Supercomputer RAMSES für nachhaltige Spitzenforschung
Johanna AlbrechtKölner Uni startet Supercomputer RAMSES für nachhaltige Spitzenforschung
Die Universität zu Köln hat einen neuen Hochleistungsrechner (HPC) mit dem Namen RAMSES in Betrieb genommen. Das moderne System löst den älteren CHEOPS-Cluster ab und ist darauf ausgelegt, komplexe wissenschaftliche Forschung effizienter und energieärmer zu bewältigen.
RAMSES umfasst 174 Server mit insgesamt 31.576 CPU-Kernen und 167 Terabyte Arbeitsspeicher. Der Großteil besteht aus 1U2S-Knoten, die jeweils zwei AMD-Epyc-Genoa-Prozessoren mit 192 Kernen pro Knoten beherbergen. Zudem verfügt der Cluster über zehn für KI optimierte GPU-Server, die jeweils mit vier Nvidia-H100-Grafikprozessoren und indirekter Wasserkühlung ausgestattet sind.
Das Speichersystem basiert auf IBM Spectrum Scale und bietet 12 Petabyte Festplattenkapazität sowie einen 878-Terabyte-SSD-Cache. Sicherheit hat höchste Priorität: Sämtliche Daten werden durchgängig verschlüsselt, und der Zugriff ist durch Mehrfaktor-Authentifizierung geschützt.
Effizienz steht im Mittelpunkt – RAMSES soll die Kühlkosten um bis zu 40 Prozent senken. Die Abwärme wird langfristig genutzt, um ein neu entstehendes Gebäude zu beheizen. Mit einer Spitzenleistung von 4,8 PetaFLOPS unterstützt der Cluster Forschungsprojekte in Bereichen wie Genomrekonstruktion, Krebsforschung, Quantenphysik und Astrophysik.
RAMSES stellt einen bedeutenden Fortschritt für die Rechenkapazitäten der Universität zu Köln dar. Durch sein energiesparendes Design und die leistungsstarke Hardware ermöglicht er schnellere und effizientere wissenschaftliche Arbeit in verschiedenen Disziplinen. Die Wiederverwendung der Abwärme unterstreicht zudem das Engagement für Nachhaltigkeit.






