07 June 2026, 20:16

Krankenhaus-Schließungen in Solingen: Grünen warnen vor Versorgungslücken und Jobverlusten

Grüne: "Schließung weiterer K-Plus-Kliniken - droht Unterversorgung?"

Krankenhaus-Schließungen in Solingen: Grünen warnen vor Versorgungslücken und Jobverlusten

Die K-Plus-Gruppe hat Pläne bekannt gegeben, weitere Krankenhäuser in Solingen zu schließen – eine Entscheidung, die bei lokalen Politikern auf Kritik stößt. Die Grünen, die im Aufsichtsrat des Städtischen Klinikums Solingen vertreten sind, bewerten den Schritt als schädlich für die Gesundheitsversorgung und den Arbeitsmarkt.

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Frank Knoche und Martina Zsack-Möllmann, beide grüne Mitglieder im Aufsichtsrat des Klinikums, hatten bereits zuvor vor den Risiken einer Verringerung der lokalen Angebote gewarnt. Im Mittelpunkt ihrer Bedenken stand die Verantwortung der Stadt, eine flächendeckende und zugängliche medizinische Versorgung für die Bürger zu gewährleisten.

Durch die Schließungen müssen Tausende Beschäftigte, darunter auch Auszubildende, neue Stellen finden. Dies könnte den Fachkräftemangel in einem ohnehin schon belasteten Sektor weiter verschärfen. Auch die Notfallversorgung gerät unter zusätzlichen Druck: Schätzungen zufolge werden jährlich rund 20.000 weitere Transportfahrten zu umliegenden Krankenhäusern anfallen.

Zwar begrüßten die Grünen die jüngste Genehmigung des Ministeriums für die Schlaganfall-Station des Klinikums, doch bezeichneten sie die grundsätzliche Entscheidung, die Schließungen zuzulassen, als kontraproduktiv. Die Partei betonte, das Krankenhaus müsse sichere Berufsperspektiven für die von den Veränderungen betroffenen Auszubildenden schaffen.

Die Stilllegungen werden die Gesundheitsversorgung und den Arbeitsmarkt in Solingen erheblich beeinträchtigen. Lokale Verantwortungsträger stehen nun vor der Herausforderung, entlassene Mitarbeiter zu unterstützen und gleichzeitig den steigenden Bedarf in den verbleibenden medizinischen Einrichtungen zu bewältigen. Die Grünen setzen sich weiterhin für Lösungen ein, die sowohl Arbeitsplätze als auch die Patientenversorgung schützen.

Quelle