Kultur wird zum Wahlkampf-Thema: Berliner Initiative fordert mehr Geld für Kunst und Theater
Nico MeyerKultur wird zum Wahlkampf-Thema: Berliner Initiative fordert mehr Geld für Kunst und Theater
Eine neue Kampagne stellt Kultur in den Mittelpunkt der anstehenden Berliner Wahlen
Die Initiative „Berlin ist Kultur“ hat eine Kampagne gestartet, um die Kulturpolitik vor den bevorstehenden Wahlen in Berlin in den Fokus zu rücken. Sie fordert dringende Maßnahmen zum Schutz der Kunst- und Kulturstätten der Stadt – darunter stabile Finanzierung und einen größeren Anteil am Landeshaushalt für kreative Einrichtungen.
Der Auftakt der Aktionswoche zeigte breite Unterstützung. Prominente Stimmen wie Oliver Reese, künstlerischer Leiter des Berliner Ensembles, kritisierten die jüngsten Kürzungen im Kulturbereich scharf. Er bezeichnete sie als „fehlgeleitet“ und erinnerte daran, wie ein Theaterbesuch in Paderborn mit 14 Jahren sein Leben geprägt habe.
Gabi Dan Droste, Direktorin des FELD Theaters, zog einen drastischen Vergleich: Sie vergleicht den Kampf der Theater mit dem Mythos von Ikarus und warnt vor den Risiken finanzieller Instabilität. Unterdessen wies Tom Streidel, Tischler am Maxim Gorki Theater, auf steigende Mieten als direkte Bedrohung für die Zukunft der Einrichtung hin.
Reese thematisierte auch die drohende Schließung des Atelierhauses in der Wilsnacker Straße. An der Veranstaltung nahmen politische Vertreter:innen teil, darunter Katharina Marg von der Linken sowie die Grünen-Co-Vorsitzenden Ronja Losert und Bertram von Boxberg. Gemeinsam unterstützten sie die „Berliner Erklärung“, die mindestens drei Prozent des Landeshaushalts für Kultur sowie verlässliche Fördermodelle fordert.
Um die Botschaft zu verstärken, wird der Slogan „#deineStimmefürKultur“ in Berliner Kulturstätten zu sehen sein. Zudem hat die Initiative „Wahl-Prüfsteine“ für Kandidat:innen entwickelt – darunter die Forderung nach einer Stärkung der künstlerischen Bildung.
Ziel der Kampagne ist es, Kultur zu einem entscheidenden Wahlkampf-Thema zu machen. Die Organisator:innen fordern langfristige finanzielle Sicherheit für den Berliner Kulturbereich. Mit der Erklärung und öffentlichen Aktionen soll Druck auf die Kandidat:innen ausgeübt werden, diese Anliegen vor der Wahl aufzugreifen.






