Landwirte kämpfen mit Trockenheit: Neue Strategien gegen Ertragsverluste
Nico MeyerLandwirte kämpfen mit Trockenheit: Neue Strategien gegen Ertragsverluste
Trockenheit betrifft immer mehr Regionen – besonders im Frühling und Frühsommer. Landwirte sehen sich zunehmend mit Herausforderungen konfrontiert, stabile Erträge zu sichern. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft hat nun neue Strategien veröffentlicht, um Erzeugern die Anpassung an trockenere Bedingungen zu erleichtern.
Böden mit hohem Ertragspotenzial, aber geringem Humusgehalt leiden besonders unter Trockenphasen. Die Zugabe von Mist, Kompost, Stroh oder Festmist kann den Humusanteil erhöhen und die Wasserspeicherfähigkeit verbessern.
Kulturpflanzen unterscheiden sich in ihrem Wasserbedarf während der kritischen Wachstumsphasen. Durch den Anbau von Sorten mit unterschiedlichen Bedarfszeiten lässt sich das Dürrerisiko verringern. Frühreife Sorten schneiden in trockenen Jahren gut ab, erhalten aber in feuchteren Perioden möglicherweise zu wenig Sonne für hohe Erträge. Ertragsstabile Sorten wiederum bringen nicht immer die höchsten Erträge für einen bestimmten Standort.
Winterroggen kann in Gebieten mit frühsommerlicher Trockenheit als Alternative zu Ausfallgetreide wie Weizen dienen. Sein Wachstumszyklus fällt oft in kühlere, feuchtere Phasen, was den Wasserstress mindert. Tiefwurzler wie Zuckerrüben kommen dank ihres ausgedehnten Wurzelsystems besser mit Trockenheit zurecht.
Die neuen Leitlinien sollen Landwirten helfen, Kulturen und Bodenbewirtschaftungsmethoden auszuwählen, die besser an trockenere Klimabedingungen angepasst sind. Durch angepasste Anbaustrategien und eine verbesserte Bodenqualität lassen sich Ertragsverluste bei Wassermangel reduzieren. Die Empfehlungen setzen auf praktische Maßnahmen statt auf die Abhängigkeit von einzelnen Hochertragssorten.






