13 March 2026, 14:17

Machtkampf im Kfz-Gewerbe: ZDK und ZVK liefern sich erbitterten Streit um Reformen und Beiträge

Das BMW-Hauptquartier in Frankfurt, Deutschland, ein großes Glasgebäude mit Text darauf, mit Menschen auf der Straße davor und einem Baum auf der linken Seite.

Machtkampf im Kfz-Gewerbe: ZDK und ZVK liefern sich erbitterten Streit um Reformen und Beiträge

Die Spannungen zwischen dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und dem Zentralverband der Deutschen Kfz-Handwerke (ZVK) haben sich nach einer Reihe von Satzungsreformen im Januar 2024 weiter zugespitzt. Die Änderungen, die der ZDK als Schritt zu mehr Transparenz bezeichnet, haben einen erbitterten Streit über Mitgliedsbeiträge und die organisatorische Kontrolle entfacht. Bis Oktober 2025 hatte der ZVK Anspruch auf 95 Prozent der bestehenden Mitgliedsbeiträge des ZDK erhoben.

Die im frühen Jahr 2024 beschlossenen Reformen entziehen den ZVK-Vorstandsmitgliedern ihre garantierten Sitze im ZDK-Präsidium. Stattdessen werden Personalentscheidungen künftig durch demokratische Abstimmungen in der Mitgliederversammlung getroffen. Der ZDK hat zudem seine Ausschüsse zu rein beratenden Gremien umgestaltet und die Sprecherrechte zentral bei seiner Bonner Hauptgeschäftsstelle gebündelt.

Der Zeitpunkt dieser Änderungen fällt mit wachsender Reibung zwischen den beiden Verbänden zusammen. Der ZDK wirft dem ZVK vor, ein "bewusst konstruiertes Szenario" zu schaffen, um eine Spaltung zu erzwingen. Um zu verhindern, dass Innungen organisatorisch isoliert werden, führte der ZDK direkte Mitgliedschaftswege für Werkstätten ein.

Unterdessen hat sich der Rechtsstreit um die Fahrzeugprüfgebühren weitgehend erledigt. Die Reformen markieren zudem den ersten Schritt hin zu einer vollständigen institutionellen Trennung zwischen ZDK und ZVK.

Die Umstrukturierung verändert grundlegend, wie Werkstätten und regionale Verbände mit dem ZDK zusammenarbeiten. Da der ZVK bis Ende 2025 nahezu alle Mitgliedsbeiträge für sich beansprucht, hat sich die finanzielle und strukturelle Kluft zwischen den beiden Organisationen vertieft. Die Reformen bereiten nun den Weg für eine weitere Zentralisierung unter der Führung des ZDK.

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