03 April 2026, 00:22

Migrationsberatung in Hamm kämpft um Finanzierung nach drastischen Kürzungen

Ein Plakat mit einer US-Karte, auf der Regionen farblich markiert sind, um verschiedene Arten der Bevölkerungswanderung darzustellen, begleitet von erklärendem Text.

Migrationsberatung in Hamm kämpft um Finanzierung nach drastischen Kürzungen

Migrationsberatungsdienste in Hamm stehen nach Kürzungen unter Finanzdruck

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Wichtige Programme wie Kommunikationskurse und Workshops zu sozialen Kompetenzen wurden in Hamm bereits gestrichen. Lokale Träger warnen nun, dass weitere Kürzungen die essenzielle Integrationsarbeit für junge Migrant:innen gefährden könnten.

Am 1. Oktober beteiligte sich Hamm an einem bundesweiten Aktionstag, um auf die Bedeutung von Migrationsdiensten aufmerksam zu machen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) veranstalteten im DRK-Zentrum in Bockum-Hövel eine Veranstaltung, bei der Erfolge junger Migrant:innen präsentiert, Integrationsmaßnahmen vorgestellt und mit Kommunal- sowie Bundespolitiker:innen über aktuelle Herausforderungen diskutiert wurden.

Finanzielle Engpässe gefährden die Arbeit Michael Thews, der Hamm vertretene Bundestagsabgeordnete, räumte ein, dass stagnierende Mittel de facto einer Kürzung gleichkämen. Steigende Kosten und Tarifabschlüsse verringerten die Kaufkraft der Einrichtungen. Er bestätigte, dass der Entwurf des Bundeshaushalts 2026 keine zusätzlichen Gelder für Migrationsberatung vorsieht.

Svetlana Dittmar von der AWO betonte die Folgen der gestrichenen Angebote: Ohne Sprach- und Kommunikationstrainings sowie Sozialkompetenz-Kurse werde die Arbeit in Schulen und Berufskollegs deutlich erschwert. Thews versprach, sich für bessere Finanzierung einzusetzen, doch bleibe die Planungssicherheit ungewiss.

Appell für verlässliche Förderung Die Veranstalter nutzten den Aktionstag, um nachdrücklich stabile finanzielle Unterstützung einzufordern. Zwar wurden Erfolge gefeiert, doch dominierten Sorgen über mögliche weitere Kürzungen die Diskussionen. Vergleichsdaten zur Förderung Hamm im Verhältnis zu anderen Städten liegen nicht vor – langfristige Analysen sind damit kaum möglich.

Der Aktionstag zeigte sowohl die erreichten Fortschritte als auch die prekäre Finanzlage der Hammser Migrationsdienste auf. Ohne zusätzliche Mittel droht die Schließung weiterer Programme. Die Träger warten nun auf die Haushaltsentscheidungen für das kommende Jahr, um abschätzen zu können, ob die aktuelle Arbeit fortgeführt werden kann.

Quelle