17 March 2026, 06:18

Mönchengladbach trotzt bundesweitem Trend mit sinkenden Insolvenzzahlen 2024

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit Text, der die wirtschaftliche Erholung anzeigt.

Mönchengladbach trotzt bundesweitem Trend mit sinkenden Insolvenzzahlen 2024

Mönchengladbach hat im Jahr 2024 den bundesweiten Trend widerlegt und einen bemerkenswerten Rückgang der Insolvenzen verzeichnet. Während in ganz Deutschland die Unternehmens- und Verbraucherpleiten zunahmen, sank die Zahl der Verfahren in der Stadt um 7,8 Prozent – als einzige Kommune im Regierungsbezirk Düsseldorf mit einer solchen Entwicklung.

Laut offiziellen Zahlen gingen die Unternehmensinsolvenzen in Mönchengladbach um 8,0 Prozent auf 104 Fälle zurück. Auch die Privatinsolvenzen verringerten sich um 9,0 Prozent auf insgesamt 364. Insgesamt verzeichnete die Stadt einen Rückgang der Insolvenzverfahren um 7,5 Prozent – ein deutlicher Kontrast zu den Nachbarregionen, wo die Steigerungsraten zwischen 6 und 19 Prozent lagen.

Die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Stadt gründet auf einem langfristigen Strukturwandel. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich Mönchengladbach von traditionellen Branchen wie Textilindustrie und Fertigung gelöst und stattdessen Logistik, Gesundheitswesen und Technologie gestärkt. Zu den tragenden Säulen zählen heute die Logistikbranche – begünstigt durch die Nähe zu wichtigen Verkehrsachsen – sowie der Ausbau von Gesundheitseinrichtungen und IT-Start-ups. Unternehmen wie Lufthansa Cargo sowie Expansionen in den Bereichen Biotechnologie und digitale Dienstleistungen haben die Diversifizierung vorangetrieben.

Die lokale Stabilität wird zudem durch eine kontinuierliche Wirtschaftspolitik gestützt. Der kommunale Gewerbesteuerhebesatz liegt seit 2016 unverändert bei 490 Prozent. Gleichzeitig sollen neue Projekte das Wachstum sichern: Der Wissens- und Innovationscampus, die Umnutzung der Textilfabrik 7.0 und ein geplanter Gewerbepark in der Nähe des Flughafens befinden sich bereits in der Umsetzung.

Auf Bundesebene fällt die Bilanz weniger positiv aus. Die Unternehmensinsolvenzen stiegen um 8 bis 10 Prozent auf rund 23.900 Fälle, wobei Nordrhein-Westfalen einen Anstieg von 23,4 Prozent verzeichnete. Dennoch belegt Mönchengladbach im IW-Dynamikranking 2024, das die wirtschaftliche Entwicklung von 401 Regionen bewertet, den 27. Platz.

Der Rückgang der Insolvenzen in Mönchengladbach unterstreicht den Erfolg des wirtschaftlichen Wandels. Durch die Fokussierung auf Logistik, Gesundheitswesen und Technologie hat die Stadt eine stabilere Grundlage geschaffen. Mit laufenden Investitionen und einer verlässlichen Steuerpolitik streben die Verantwortlichen an, diese positive Entwicklung auch in den kommenden Jahren fortzusetzen.

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