07 June 2026, 04:13

Mönchengladbach verdreifacht Wohnungsbau – trotz Krise in NRW

Wohnungsbau in NRW bricht ein    Moenchengladbach baut mehr Wohnungen

Mönchengladbach verdreifacht Wohnungsbau – trotz Krise in NRW

Mönchengladbach verzeichnet einen deutlichen Anstieg im Wohnungsbau und setzt sich damit vom allgemeinen Trend in Nordrhein-Westfalen ab. Während das Bundesland die niedrigsten Fertigstellungszahlen seit 14 Jahren meldete, hat die Stadt ihre eigene Bauleistung im Jahr 2025 fast verdreifacht. Steigende Kosten und Zinsen erschweren den Wohnungsbau in der gesamten Region, doch die lokalen Bemühungen zeigen offenbar Wirkung.

Der Wohnungsbau-Schub der Stadt begann 2023 mit einer Aufstockung des städtischen Wohnungsbauunternehmens um 43 Millionen Euro. Diese Investition beschleunigte die Bauaktivitäten und führte 2025 zur Fertigstellung von 758 Wohneinheiten – fast das Dreifache des Vorjahres. Auch die erteilten Baugenehmigungen stiegen um 73,6 %, was auf eine hohe Nachfrage und rege Planungstätigkeit hindeutet.

Mönchengladbachs Bauquote liegt nun bei 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner und platziert die Stadt damit auf Platz drei unter den kreisfreien Städten – deutlich über dem Landesdurchschnitt. Zudem wurden Fördermittel in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 neue Wohneinheiten bewilligt, fast auf dem Niveau der Rekordförderung von 2024. Die Ausgaben für den sozialen Wohnungsbau sind stark angestiegen: 2024 wurden 274 % des Budgets genutzt, verglichen mit nur 5 % im Jahr 2021.

In Nordrhein-Westfalen insgesamt sieht die Lage jedoch weniger positiv aus. Die Fertigstellungen gingen um 9,4 % auf 37.185 Wohnungen zurück – der niedrigste Stand seit 2011. Die Bauquote sank auf 19,8. Die gestiegenen Kosten spielen dabei eine Rolle: Die Preise für Wohnungsneubauten stiegen Anfang 2025 um 3,2 %. Die Kreditzinsen, die einst nahe null lagen, bewegen sich nun zwischen drei und vier Prozent und machen die Finanzierung deutlich teurer.

Mit ihrer konsequenten Wohnungsbaupolitik hebt sich Mönchengladbach in einem schwierigen regionalen Marktumfeld ab. Während die Fertigstellungen stark steigen und die Genehmigungen Rekordwerte erreichen, steht dies im Kontrast zum allgemeinen Rückgang in Nordrhein-Westfalen. Höhere Preise und Zinsen belasten zwar weiterhin die Bauherren, doch die lokalen Investitionen scheinen das Wachstum zu stützen.

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