08 June 2026, 12:20

Mutige Jugendtheaterstücke begeistern beim 47. Theatertreffen in Berlin

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Mutige Jugendtheaterstücke begeistern beim 47. Theatertreffen in Berlin

Sieben herausragende Jugendtheaterproduktionen stehen im Rampenlicht des 47. Theatertreffens der Jugend in Berlin

Beim 47. Theatertreffen der Jugend in Berlin präsentierten sich sieben außergewöhnliche Jugendtheaterinszenierungen, die mit mutigen, persönlichen Werken tiefe existenzielle Fragen schonungslos ehrlich aufgriffen. Eine zehnköpfige Jury wählte die Stücke aus über hundert Bewerbungen aus – besonders starke Einreichungen kamen aus Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg.

Unter den ausgewählten Produktionen befand sich TRAUER//FALL des POLYLUX-Ensembles, bei dem Darsteller:innen zwischen 13 und 18 Jahren private und öffentliche Trauer verknüpften. Das Stück gab intime Einblicke in das Leben der jungen Schauspieler:innen und verband diese mit politischen Themen. Das Publikum belohnte die Aufführung jeden Abend mit stehenden Ovationen.

Ein weiterer Höhepunkt war APOLLON – STOP TRYNA BE GOD von waltraud900, das traditionelle männliche Rollenbilder hinterfragte und echte Vater-Sohn-Beziehungen erkundete. In einer Szene gestand Darsteller Gustav Becker humorvoll, er wolle aufhören, Fan von Fortuna Düsseldorf zu sein.

Das RambaZamba Theater zeigte mit FRISCH gefragt! eine Produktion, die durch projizierte Fragen und intensive Körperlichkeit das Publikum einband. Neben den Aufführungen bot das Festival Workshops an und schuf so einen Raum für junge Künstler:innen, um sich auszutauschen und zu experimentieren.

Alle sieben Produktionen überzeugten durch eine beeindruckende Unmittelbarkeit und Authentizität. Ihre Tiefe hinterließ einen bleibenden Eindruck und bewies, wie intensiv junge Schöpfer:innen sich mit den großen Fragen des Lebens auseinandersetzen können.

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Das Festival endete mit einer klaren Botschaft: Das Jugendtheater scheut sich nicht, komplexe Themen anzugehen. Die ausgewählten Stücke – von Trauer bis Identität – zeigten sowohl persönliche Verletzlichkeit als auch scharfe politische Wachheit. Jede Inszenierung verdiente ihren Platz durch mutiges Storytelling und emotionale Wucht.

Quelle