02 April 2026, 16:18

NRW-Bildungssystem trotz Rekordhaushalt: DGB warnt vor dramatischen Defiziten und fordert Milliarden-Investitionen

Altes Buch mit einer Illustration eines roten Hauses umgeben von B"umen und einem Zaun, betitelt "Deutsche Schule in den Niederlanden, 1777".

DGB fordert mehr Geld f"ur Schulen in NRW trotz Rekordbudget - NRW-Bildungssystem trotz Rekordhaushalt: DGB warnt vor dramatischen Defiziten und fordert Milliarden-Investitionen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisiert die Bildungsfinanzierung in Nordrhein-Westfalen (NRW) trotz Rekordhaushalt als unzureichend. Bis 2026 plant die Landesregierung Ausgaben von über 43 Milliarden Euro für Schulen, Hochschulen und Kitas. Doch nach Ansicht des DGB reicht dies nicht aus, um die tief verwurzelten Probleme im Bildungssystem zu beheben.

Laut einer DGB-NRW-Studie aus dem Jahr 2023 werden in den kommenden zehn Jahren 156 Milliarden Euro an öffentlichen Investitionen benötigt, um das Land zukunftsfähig zu machen. Doch die Investitionsquote des Landes lag in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt bei nur 10,1 Prozent – deutlich unter Bayern (16,2 Prozent) und Baden-Württemberg (15,4 Prozent). Der Finanzexperte Torsten Windels kommt in einer separaten Analyse für den DGB zu dem Schluss, dass das Bildungsbudget nicht im gleichen Maße gewachsen ist wie die Gesamtausgaben des Landes.

Aktuelle Studien aus dem Ruhrgebiet zeigen alarmierende Defizite bei den Schülerleistungen: Rund ein Drittel der Grundschulkinder erreicht die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik nicht. Bis zum Ende der zehnten Klasse verfehlen 85 Prozent der Schülerinnen und Schüler die geforderten Sprachkompetenzen. Gleichzeitig stieg der Anteil der Kinder, die auf sonderpädagogische Förderung angewiesen sind, von 8,0 Prozent (2024/25) auf 8,2 Prozent (2025/26). Zugleich wurden die Mittel für Inklusion und die Klassengrößen in Grundschulen angepasst.

"Die Realität im NRW-Bildungssystem widerspricht den Fortschrittsversprechen der Landesregierung", betont Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW. Windels fordert, die neu gewonnene finanzielle Spielräume des Landes zu nutzen und schnell Mittel aus einer Milliarden-Sonderreserve bereitzustellen, um die Lücken zu schließen.

Die Forderungen des DGB verdeutlichen die wachsende Kluft zwischen den Bildungsausgaben und dem tatsächlichen Bedarf in NRW. Ohne deutliche Aufstockungen droht das Land in Schülerleistungen und Infrastruktur weiter zurückzufallen. Die Gewerkschaft pocht auf sofortiges Handeln, um die langfristigen Bildungsziele zu erreichen.

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