NRW-Bürger investieren jetzt direkt in lokale Windparks per Sparbrief
Jakob BauerNRW-Bürger investieren jetzt direkt in lokale Windparks per Sparbrief
Bürger in Nordrhein-Westfalen können nun direkt in lokale Windenergieprojekte investieren – und zwar über Sparbriefe. Die Sparkasse Krefeld bietet diese Anlageform erstmals an und unterstützt damit den Bau von zwei neuen Windparks in Münchheide und Dickerheide. Die Initiative folgt einem Landesgesetz, das die Beteiligung von Bürgern an Erneuerbare-Energien-Projekten vorschreibt.
Das Projekt umfasst insgesamt zwölf Windkraftanlagen – sechs in Münchheide und sechs in Dickerheide. Für die beiden Anlagen in Münchheide stehen Sparbriefe im Volumen von 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 1,5 Millionen Euro sind für drei Turbinen in Dickerheide vorgesehen.
Anleger können sich mit Beträgen zwischen 1.000 und 10.000 Euro pro Sparbrief beteiligen. Die Laufzeit beträgt zehn Jahre, die Verzinsung liegt fest bei 3,25 Prozent pro Jahr. Die Antragsstellung erfolgt in zwei Phasen, jeweils mit eigenen Teilnahmebedingungen und Fristen.
Das Vorhaben entspricht dem Bürgerenergiegesetz Nordrhein-Westfalens, das sicherstellt, dass Anwohner finanziell von Energiewende-Projekten profitieren. Die Stadtwerke als kommunaler Versorger unterstützen das Modell und argumentieren, es stärke die regionale Wertschöpfung und die Akzeptanz für Erneuerbare Energien in der Bevölkerung.
Langfristig sollen die Windräder dazu beitragen, dass die Städte Meerbusch und Willich bis 2045 vollständig mit Ökostrom aus eigener Produktion versorgt werden.
Die Sparbriefe bieten Bürgern eine direkte Möglichkeit, Windenergie mitzufinanzieren und davon zu profitieren. Mit festen Erträgen und einer decadelangen Bindung verbinden sie stabile Geldanlage mit dem Ausbau der grünen Energie in der Region. Die erste Bewerbungsphase soll in Kürze starten.






