NRW testet kriminaltechnische Assistenten - Entlastung für Ermittler - NRW testet Ermittlungsassistenten gegen Bürokratie bei der Polizei
Nordrhein-Westfalen (NRW) testet neues Polizeipersonal, um Bürokratie abzubauen
In einem Pilotprojekt führt die Landespolizei NRW eine neue Position ein: Ermittlungsassistenten, die Ermittler durch die Übernahme administrativer Aufgaben entlasten sollen. Fünfzehn dieser Assistenten werden in vier Polizeidirektionen der Region ihre Arbeit aufnehmen.
Die Ermittlungsassistenten übernehmen vor allem Büroaufgaben wie Datenbankrecherchen, Terminplanung und die Pflege von Akten. Zudem erstellen sie Berichte, sodass Kriminalbeamte sich stärker auf die operative Ermittlungsarbeit konzentrieren können. Im Gegensatz zu Kriminalkommissaren führen die Assistenten selbst keine Ermittlungen durch, arbeiten aber eng mit ihnen zusammen.
Das Modellprojekt läuft in Essen, Bonn, Mettmann und Hamm. Bei Erfolg könnte das Konzept auf alle 47 Kreispolizeibehörden in NRW ausgeweitet werden. Nach der Testphase werden die Ergebnisse ausgewertet, bevor über eine flächendeckende Einführung entschieden wird.
Ziel des Vorhabens ist es, den bürokratischen Aufwand zu verringern und mehr Polizeikräfte für den Streifendienst zu gewinnen. Fällt die Bewertung positiv aus, könnten Ermittlungsassistenten dauerhaft an weiteren Standorten eingesetzt werden. Die endgültige Entscheidung hängt von den Ergebnissen der Pilotphase ab.