Remscheid erklärt der Poser-Szene mit Versammlungsverbot und Bußgeldern den Kampf
Jakob BauerRemscheid erklärt der Poser-Szene mit Versammlungsverbot und Bußgeldern den Kampf
Remscheid geht mit neuen Maßnahmen gegen die Poser-Szene vor – nach gescheitertem Versuch vor drei Jahren
Die Stadt Remscheid unternimmt einen erneuten Anlauf, um die lärmenden Treffen der Poser-Szene einzudämmen. Nach einem gescheiterten Vorstoß vor drei Jahren plant die Verwaltung nun, ein "Versammlungsverbot" auf öffentlichen Parkplätzen einzuführen, um die störenden Zusammenkünfte zu unterbinden. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 1.000 Euro.
Die Poser-Szene sorgt seit Langem für Ärger bei Anwohnern: laute Musik, aufheulende Motoren, quietschende Reifen und nächtelange Partys führen immer wieder zu Beschwerden. Ordnungsamtmitarbeiter berichten von Treffen mit bis zu 40 getunten Fahrzeugen.
Ein entsprechender Antrag für die neue Regelung wird am Donnerstag im Stadtrat beraten. Wird er angenommen, wären solche Zusammenkünfte künftig vollständig verboten. Die Stadt steht zudem in Abstimmung mit Betreibern privater Parkplätze, die eine direkte Polizeikontaktmöglichkeit erhalten sollen, um eigene Verbote durchzusetzen.
Zusätzlich werden weitere Schritte geprüft, um die Belästigungen zu verringern. Stadträtin Barbara Reul-Nocke verwies auf Pläne für Bodenschwellen und "Schlafpolizisten" auf Straßen, die häufig von Posern genutzt werden. Damit soll es schwieriger werden, riskante Fahrmanöver durchzuführen oder exzessiven Lärm zu verursachen.
Der aktuelle Vorstoß folgt auf einen abgelehnten Antrag aus dem Jahr 2021. Falls der Rat die neuen Regeln billigt, müssen Organisatoren solcher Treffen mit harten Strafen rechnen. Ziel der Maßnahmen ist es, die Ruhe für Anwohner wiederherzustellen und die Auswirkungen der Poser-Szene einzuschränken.






