Rumänischer Lkw-Fahrer riskiert Job und Leben für spanische Spedition – über 11.000 Euro Strafe drohen
Johanna AlbrechtRumänischer Lkw-Fahrer riskiert Job und Leben für spanische Spedition – über 11.000 Euro Strafe drohen
Lkw-Fahrer aus Rumänien bei Porta Westfalica angehalten – Spanische Spedition drohen Strafen von über 11.000 Euro
Ein rumänischer Lkw-Fahrer wurde am Donnerstag, dem 21. August 2025, von der Autobahnpolizei auf der A2 bei Porta Westfalica kontrolliert. Der 50-Jährige hatte gegen mehrere Verkehrsregeln verstoßen, darunter Rasen und die Missachtung der vorgeschriebenen Ruhezeiten. Sein Arbeitgeber, ein spanisches Transportunternehmen, muss nun mit Bußgeldern in Höhe von über 11.000 Euro rechnen.
Der Vorfall begann, als Beamte den Lastwagen wegen wiederholter Geschwindigkeitsüberschreitungen anhielten. Die Auswertung des digitalen Tachographs ergab Spitzenwerte von bis zu 115 km/h in einer auf 80 km/h begrenzten Zone. Weitere Überprüfungen zeigten, dass der Fahrer fast drei Wochen lang durchgehend im Einsatz war – ohne einen einzigen freien Tag. Damit verstieß er gegen die EU-weiten Ruhezeitvorschriften.
Bei der Befragung gab der Fahrer zu, aus Angst vor Jobverlust den Anweisungen seines Arbeitgebers gefolgt zu sein. Zudem war er dabei erwischt worden, wie er auf einem Überholverbotabschnitt der Autobahn in Richtung Hannover illegal überholt hatte.
Die Autobahnpolizei kontrolliert regelmäßig Nutzfahrzeuge auf die Einhaltung von Lenkzeiten, Ruhepausen und technischen Standards. In diesem Fall wurde eine Sicherheitsleistung für die anfallenden Bußgelder noch vor Ort hinterlegt. Dem Fahrer selbst droht ein persönliches Bußgeld von über 3.000 Euro.
Das verantwortliche spanische Unternehmen muss nun mit finanziellen Sanktionen in Höhe von mehr als 11.000 Euro rechnen. Die Aussagen des Fahrers deuteten auf Druck seitens des Arbeitgebers hin, die gesetzlichen Ruhezeiten zu umgehen. Die Behörden bestätigten, dass weitere Ermittlungen zu den Unternehmenspraktiken eingeleitet wurden.






