03 May 2026, 08:23

RWE baut Solarparks auf rekultivierten Braunkohleflächen im Rheinland aus

Luftaufnahme eines großen Gebäudes mit Solarmodulen auf dem Dach, umgeben von Fahrzeugen, Bäumen, Gras und Masten, mit Hügeln und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund; das Gebäude ist Deutschlands erste solarbetriebene Fabrik.

RWE baut Solarparks auf rekultivierten Braunkohleflächen im Rheinland aus

RWE stellt Pläne für Ausbau der Erneuerbaren im rheinischen Braunkohlerevier vor

Der Energiekonzern RWE hat Pläne zum Ausbau seiner Projekte für erneuerbare Energien im rheinischen Braunkohlerevier bekannt gegeben. Das Unternehmen wird mehrere neue Solarparks mit einer Gesamtleistung von 86,5 Megawatt errichten. Die Anlagen entstehen auf rekultivierten Flächen in der Nähe der Autobahn A44n, zwischen Bedburg und Jüchen.

Die neuen Solarparks werden auf ehemaligen Gebieten des Tagebaus Garzweiler gebaut. Ein Standort liegt östlich der A44n, ein weiterer westlich davon. RWE plant, die Projekte an die bestehende Netzinfrastruktur des Tagebaus anzubinden, um die Entwicklung zu beschleunigen.

Aktuell betreibt RWE in der Region sieben Solarparks, von denen vier über Batteriespeicher verfügen. Eine Demonstrationsanlage in der Nähe testet zudem Agri-Photovoltaik – ein System, das Landwirtschaft mit Solarstromerzeugung verbindet. Das Unternehmen strebt an, die neuesten Projekte noch in diesem Jahr in Betrieb zu nehmen.

Katja Wünschel, CEO von RWE Renewables Europe & Australia, betonte, dass standortnahe Autobahnflächen oft weniger Genehmigungsverzögerungen mit sich brächten. Zudem stoßen solche Projekte in der Regel auf größere öffentliche Unterstützung. Lars Kulik, Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Braunkohlebergbau, bestätigte die Nutzung rekultivierter Flächen für die neuen Anlagen.

Die Vorhaben sind Teil des übergeordneten Ziels von RWE, in der Region mindestens 500 Megawatt an Solar- und Windkapazitäten hinzuzufügen. Der Ausbau erfolgt vor dem Hintergrund eines aktuellen Gerichtsurteils, das klärte, dass Netzbetreiber Kunden nicht über den vollen Einspeisebonus für Solarstrom gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023 informieren müssen.

Die Erweiterung um 86,5 Megawatt wird die erneuerbare Stromerzeugung von RWE im Rheinland erhöhen. Durch die Nachnutzung ehemaliger Bergbauflächen und die Nutzung bestehender Infrastruktur will das Unternehmen seinen Ausbau grüner Energien beschleunigen. Die Projekte passen zudem in den größeren Rahmen des deutschen Umstiegs auf Solar- und Windenergie.

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