S11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln verzögert sich bis 2027
Nico MeyerS11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln verzögert sich bis 2027
Ausbau der S11-S-Bahn-Strecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln verzögert sich weiter
Die Erweiterung der S11-S-Bahn-Linie zwischen Bergisch Gladbach und Köln steht vor weiteren Verzögerungen. Ursprünglich für 2025 geplant, soll der Baubeginn nun frühestens 2027 erfolgen. Als Hauptgründe nennen die Verantwortlichen Planungsrückstände, Finanzierungsprobleme und rechtliche Hürden.
Das mit 836 Millionen Euro budgetierte Projekt sieht eine Verdopplung der Gleiskapazität sowie die Modernisierung der Bahnhöfe entlang der Strecke vor. Doch durch überarbeitete Zeitpläne und sich überschneidende Baumaßnahmen gerät auch das geplante Fertigstellungsdatum 2032 ins Wanken.
Nordrhein-Westfalen (NRW) stellt 305 Millionen Euro für den Ausbau der S11 bereit, der Bund steuert 531 Millionen Euro bei – die Gesamtkosten belaufen sich damit auf 836 Millionen Euro. Trotz der finanziellen Absicherung haben sich Verzögerungen bei Genehmigungsverfahren und Umweltprüfungen ergaben, sodass der Baubeginn von 2025 auf 2027 verschoben werden musste.
Zu den geplanten Maßnahmen gehören ein zweites Gleis zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach sowie der Ausbau des Bahnhofs Bergisch Gladbach, der künftig über vier Bahnsteige verfügen soll. Zudem entsteht ein neuer Haltepunkt, Köln-Kalk West. Sämtliche Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach erhalten barrierefreie Zugänge, während der Kölner Hauptbahnhof und Köln Messe/Deutz neue Mittelbahnsteige bekommen.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer erwartet, dass bis zu diesem Sommer alle Baugenehmigungen vorliegen. Dies würde es der DB InfraGO ermöglichen, Ausschreibungen zu starten und Gleissperrungen zu planen. Doch Bergisch Gladbachs Erster Bürgermeister Ragnar Migenda äußerte die Befürchtung, dass die eigentlichen Bauarbeiten aufgrund von Konflikten mit anderen Infrastrukturprojekten erst Ende 2030 beginnen könnten.
Nach Fertigstellung soll die S11 im Zehn-Minuten-Takt verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast alle fünf Minuten. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Überlastung auf einer der meistgenutzten Strecken der Region zu verringern und die Pünktlichkeit zu verbessern.
Der überarbeitete Zeitplan bedeutet, dass das zweite S-Bahn-Gleis auf der S11-Strecke frühestens Anfang 2032 in Betrieb gehen wird – sofern keine weiteren Verzögerungen auftreten. Der Erfolg des Projekts hängt davon ab, rechtliche Herausforderungen zu bewältigen, zeitnahe Genehmigungen zu erhalten und die Abstimmung mit anderen laufenden Baumaßnahmen zu gewährleisten. Pendler müssen sich gedulden, bis die versprochene Taktverdichtung und barrierefreie Bahnhöfe Realität werden.






