Seniorenrat warnt vor digitalen Tickets und steigenden Nahverkehrskosten
Nico MeyerSeniorenrat warnt vor digitalen Tickets und steigenden Nahverkehrskosten
Der Seniorenrat hat schwere Bedenken wegen steigender Kosten im öffentlichen Nahverkehr und der Umstellung auf digitale Ticketlösungen geäußert. In einer aktuellen Stellungnahme warnte die Organisation, dass ältere Fahrgäste durch die Veränderungen abgehängt werden könnten, wenn ihre Bedürfnisse ignoriert würden. Zudem forderte sie einen Stopp der geplanten Preiserhöhungen und verwies auf die finanzielle Belastung von Rentnern.
Besonders kritisch sieht der Rat die zunehmende Abhängigkeit von digitalen Tickets. Viele ältere Reisende seien nach wie vor auf herkömmliche Methoden wie Fahrkartenautomaten, Schalterverkauf oder gedruckte Tickets angewiesen. Ein rein digitales System, so die Argumentation, würde den Zugang für technisch weniger versierte Nutzer erschweren oder gar unmöglich machen.
Auch die jüngsten Preiserhöhungen bereiten Sorgen. Der Rat betonte, dass die Anpassungen ältere Menschen besonders hart träfen – vor allem jene, die bereits mit gestiegenen Lebenshaltungskosten zu kämpfen hätten. Zudem warnte die Organisation davor, dass zusätzliche Gebühren beim Überschreiten von Stadt- und Gemeindegrenzen eine unzumutbare Belastung für Fahrgäste darstellen würden.
Im November 2025 hatte der Rat eine Resolution für faire und transparente Tarife verabschiedet. Nun appelliert er an die Verantwortlichen des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) und dessen Tarifpartner, die geplanten Preiserhöhungen zu überdenken oder auszusetzen. Die Organisation besteht darauf, dass der öffentliche Nahverkehr für alle bezahlbar und zugänglich bleiben muss.
In ihrer Erklärung unterstreicht der Seniorenrat zwei zentrale Forderungen: die Beibehaltung analoger Ticketoptionen für Nutzer ohne digitale Möglichkeiten sowie den Verzicht auf weitere Fahrpreiserhöhungen. Ohne entsprechende Maßnahmen, so die Warnung, drohten älteren Fahrgästen zusätzliche finanzielle Belastungen und eingeschränkte Mobilität. Die Organisation macht deutlich: Verkehrspolitik muss die Bedürfnisse aller Altersgruppen berücksichtigen.






