Solingen: FDP blockiert Umwidmung von Buschfeld – Streit um Gewerbeflächen eskaliert
Nico MeyerSolingen: FDP blockiert Umwidmung von Buschfeld – Streit um Gewerbeflächen eskaliert
Streit um Flächennutzung in Solingen eskaliert: FDP fordert Stopp der Umwidmung des Gebiets Buschfeld
Die Auseinandersetzungen um die Flächennutzung in Solingen haben sich zugespitzt, nachdem die Stadtverwaltung Pläne vorangetrieben hat, das Gebiet Buschfeld umzuwidmen. Die FDP-Fraktion verlangt einen sofortigen Baustopp und argumentiert, der Schritt missachte Beschlüsse des Stadtrats und verschärfe den Mangel an Gewerbeflächen in der Stadt.
Die geplante Änderung würde Buschfeld aus der gewerblichen Nutzung nehmen und das Defizit an verfügbaren Betriebsflächen auf 50 Hektar erhöhen. Die Solinger FDP hat Bürgermeister Tim Kurzbach aufgefordert, den früheren Ratsbeschluss zu respektieren. Nach Ansicht der Partei dürfe eine Umwidmung von Buschfeld nur erfolgen, wenn gleichzeitig ein gleichwertiges Gewerbegebiet an anderer Stelle in der Stadt gesichert werde. FDP-Sprecherin Nina Brattig betonte, dass bisher keine geeignete Alternative in Sicht sei.
Trotz dieser Bedenken bereitet die Verwaltung einen neuen Antrag zur Änderung des Regionalplans für Buschfeld vor. Die FDP reagierte darauf mit der Forderung, das Vorhaben vollständig zurückzuziehen. Die Fraktion besteht darauf, dass eine Umwidmung ohne Ersatzfläche sowohl demokratische Prozesse als auch die wirtschaftlichen Bedürfnisse der Stadt untergrabe.
Sollte die Umwidmung durchgesetzt werden, stünde Solingen ein Fehlbestand von 50 Hektar an Gewerbeflächen bevor. Die Haltung der FDP unterstreicht die Spannungen zwischen den Entwicklungsplänen der Verwaltung und den bestehenden Ratsbeschlüssen. Die Entscheidung wird zeigen, ob die Stadt vor etwaigen Änderungen zunächst Ersatzflächen finden muss.






