11 June 2026, 10:13

Solingen plant höhere Kita-Gebühren – Wirtschaft warnt vor Familienflucht

MIT Solingen: Kitapolitik des Bürgermeisters gefährdet Standort und ist misogynistisch

Solingen plant höhere Kita-Gebühren – Wirtschaft warnt vor Familienflucht

Solingens Oberbürgermeister plant eine deutliche Erhöhung der Kita-Gebühren. Wirtschaftsführer kritisieren den Schritt scharf und warnen, dass er Familien vertreiben könnte. Im Mittelpunkt der Debatte steht die finanzielle Belastung für Eltern – insbesondere für Frauen, die nach der Elternzeit wieder ins Berufsleben einsteigen wollen.

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Die Verwaltung von Oberbürgermeister Tim Kurzbach kündigte die Gebührenerhöhungen für Solinger Kindertageseinrichtungen an. Gerlinde Steingruber, Vorsitzende des hiesigen Mittelstandsverbands, argumentiert, dass hohe Kosten Familien davon abhalten könnten, sich in der Region niederzulassen. Sie verwies darauf, dass benachbarte Städte kaum oder gar keine Kita-Gebühren erheben, was Solingen im Vergleich weniger attraktiv mache.

Marc Westkämper, stellvertretender Verbandsvorsitzender, bezeichnete die geplante Regelung als „rückschrittlich und frauenfeindlich“. Er befürchtet, dass hohe Gebühren Mütter davon abhalten könnten, nach der Geburt ihrer Kinder wieder arbeiten zu gehen. Sowohl Steingruber als auch Westkämper werfen dem Oberbürgermeister zudem vor, nicht ausreichend Verwaltungsausgaben zu kürzen, um die Belastung für die Mittelschicht zu verringern.

Die geplanten Gebührenerhöhungen lösen Sorgen über Solingens Attraktivität für junge Familien aus. Kritiker warnen, dass die Änderungen berufstätige Eltern benachteiligen und Bewohner in günstigere Nachbargemeinden treiben könnten. Die Stadt sieht sich zunehmend mit Widerstand lokaler Wirtschaftsvertreter konfrontiert.

Quelle