05 June 2026, 14:12

Solingens neuer Mietspiegel scheitert an fehlender Verbände-Zustimmung

FDP lehnt den von der Verwaltung präsentierten Mietspiegel ab

Solingens neuer Mietspiegel scheitert an fehlender Verbände-Zustimmung

Solingens Pläne für einen neuen Mietspiegel stoßen auf massiven Widerstand

Die Pläne der Stadt Solingen für einen neuen Mietspiegel sind auf ein schwerwiegendes Hindernis gestoßen: Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat den Vorschlag der Verwaltung abgelehnt – mit der Begründung, dass wichtige Verbände nicht einbezogen wurden. Ohne deren Zustimmung drohe rechtliche Unsicherheit, warnt die Partei.

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Ein halbes Jahrhundert lang wurde Solingens Mietspiegel gemeinsam vom Haus- und Grundbesitzerverband Haus & Grund und dem Mieterverein erstellt. Ihr einfaches, regelmäßig aktualisiertes System bot eine stabile Orientierungshilfe für die örtlichen Mietpreise. Doch im Februar beschloss der Stadtrat, es durch einen qualifizierten Mietspiegel auf wissenschaftlicher Grundlage zu ersetzen.

Die Verwaltung begann mit der Ausarbeitung des neuen Systems, scheiterte jedoch daran, die Unterstützung der beiden Verbände zu gewinnen. Vertreter beider Seiten kritisierten, ihre Anliegen seien ignoriert worden, und erklärten, den geplanten Mietspiegel nicht anerkennen zu wollen. Jürgen Albermann, ein scharfer Kritiker des Vorhabens, stellte unmissverständlich klar: „Unsere Zustimmung wird es nicht geben.“

Die FDP hat nun offiziell gegen den Entwurf der Verwaltung Stellung bezogen. Die Partei besteht darauf, dass ein rechtssicherer Mietspiegel nur mit der ausdrücklichen Rückendeckung beider Seiten – Vermieter wie Mieter – funktionieren könne. Andernfalls drohten Verwirrung und Streitigkeiten über die Mietpreishöhe.

Statt das umstrittene Projekt voranzutreiben, fordert die FDP die Verbände auf, ihren bestehenden einfachen Mietspiegel zu modernisieren. Ziel sei es, Rechtssicherheit zu wahren und eine umstrittene Neugestaltung zu vermeiden.

Die Ablehnung wirft die Pläne der Stadt für den Mietspiegel nun in eine ungewisse Zukunft. Ohne die Unterstützung der Verbände fehlt dem Verwaltungsvorschlag die nötige Glaubwürdigkeit für eine Umsetzung. Die Haltung der FDP bedeutet, dass Fortschritte nun von erneuten Verhandlungen oder einer Rückkehr zum alten System abhängen.

Quelle