Stillgelegte Deponie in Ahaus wird zum innovativen Solarpark mit Doppelnutzen
Tim BöhmStillgelegte Deponie in Ahaus wird zum innovativen Solarpark mit Doppelnutzen
Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Standort eines großen Solarparks
Eine stillgelegte Mülldeponie in Ahaus-Alstätte soll zum Standort eines neuen großflächigen Solarparks werden. Das vom Kreis Borken genehmigte Projekt ist ein seltenes Beispiel für die Nutzung solcher Flächen zur Gewinnung erneuerbarer Energien in Deutschland. Die Verantwortlichen erhoffen sich dadurch Kostensenkungen und eine Stärkung der Ökostrom-Erzeugung in der Region.
Die Deponie, die sich im gemeinsamen Besitz des Kreises Borken und der Stadt Ahaus befindet, wurde aufgrund ihrer freien Flächen und der begrenzten alternativen Nutzungsmöglichkeiten ausgewählt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bauvorhaben können Solarmodule auch dann installiert werden, wenn sich der Untergrund noch setzt – was den Standort für erneuerbare Energien ideal macht, nicht aber für Gebäude oder Infrastruktur.
Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWM) wird das Projekt leiten, dessen geschätzte Kosten sich auf 1,6 Millionen Euro belaufen. Die Finanzierung hängt davon ab, dass der Solarpark bis Mitte 2025 voll funktionsfähig ist. Bei Erfolg könnte die Anlage die jährlichen Unterhaltskosten der Deponie verringern und möglicherweise die Abfallgebühren für die Haushalte vor Ort senken.
Neben der Solarstromerzeugung wird der Standort auch als potenzieller Speicher für überschüssige Windenergie geprüft. Dadurch ließe sich die Kapazität für erneuerbare Energien in der Region weiter ausbauen.
Der Solarpark zählt zu den ersten Projekten dieser Art auf einer stillgelegten Deponie in Deutschland in den letzten Jahren. Wird er wie geplant fertiggestellt, könnte er nicht nur saubere Energie liefern, sondern auch die finanzielle Belastung der lokalen Abfallentsorgung verringern. Zudem könnte der Doppelnutzen als Energiespeicher Vorbild für ähnliche Standorte im ganzen Land werden.