Warendorf führt 15-Euro-Gebühr für Wohnmobile am Emssee ein – Camper protestieren
Jakob BauerWarendorf führt 15-Euro-Gebühr für Wohnmobile am Emssee ein – Camper protestieren
Warendorf führt Gebühr von 15 Euro pro Tag für Wohnmobile am Emssee ein
Ab diesem Frühjahr verlangt Warendorf von Wohnmobilbesitzern 15 Euro pro Tag für einen Aufenthalt am beliebten Stellplatz am Emssee. Die im vergangenen Herbst beschlossene Gebühr stößt bei Stammgästen auf Kritik – viele halten den Preis für überzogen, wo einst eine günstige Übernachtungsmöglichkeit bestand.
Der Stadtrat stimmte einstimmig für die tägliche Gebühr und begründete dies mit dem unlauteren Wettbewerb, dem private Campingplatzbetreiber ausgesetzt seien. Zudem verwies die Stadt auf die attraktive Lage und die bestehende Infrastruktur des Platzes als Rechtfertigung für die Kosten. Im April sollen zudem neue Parksäulen installiert werden.
Zwei langjährige Besucher haben sich bereits gegen die Preiserhöhung ausgesprochen. Günter Brossat, ein 83-jähriger Stammgast, bezeichnete die 15 Euro als "übertrieben". Auch ein anderes Paar, das den Platz regelmäßig nutzt, fand den Preis für ihr Budget zu hoch.
Wer eine günstigere Alternative sucht, kann auf den zweiten kommunalen Stellplatz am Wiesengrund ausweichen. Dort bleiben die Gebühren voraussichtlich bei etwa 5 Euro – allerdings ohne die zusätzlichen Annehmlichkeiten des Emssee-Standorts. Die Stadt betreibt derzeit keine weiteren Wohnmobil-Stellplätze.
Die neue Preisregelung tritt im Frühling in Kraft, die Parksäulen sollen im April aufgestellt werden. Camper, die die 15 Euro nicht zahlen möchten, können auf den schlichteren Wiesengrund-Platz ausweichen. Die Stadt betont, die Gebühr spiegle die Vorzüge des Emssee-Standorts wider und sorge für faire Wettbewerbsbedingungen gegenüber privaten Anbietern.