28 March 2026, 20:19

Warum der Traum vom Eigenheim in Deutschland immer teurer wird

Schwarze und weiße architektonische Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, beschriftet als erstes Haus in Deutschland, begleitet von detaillierten Bauplänen und Text.

Warum der Traum vom Eigenheim in Deutschland immer teurer wird

Wohnungskauf in Deutschland wird immer teurer

In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist der Kauf einer Immobilie in Deutschland deutlich teurer geworden. Steigende Steuern, explodierende Grundstückspreise und zusätzliche Gebühren treiben die Kosten um mindestens 10 Prozent über den eigentlichen Kaufpreis. Experten warnen, dass strengere Vorschriften und neue Steuerpläne den Erwerb von Wohneigentum in Zukunft noch weiter erschweren könnten.

2006 übertrug Deutschland die Kompetenz für die Grunderwerbsteuer an die Bundesländer. Seither haben fast alle Länder – mit Ausnahme Bayerns – die Sätze von 3,5 Prozent auf 5 bis 6,5 Prozent erhöht. Da sich die Immobilienpreise in 15 Jahren mehr als verdoppelt haben, stieg die Steuerlast für ein durchschnittliches Einfamilienhaus von etwa 6.000 Euro (bei einem Kaufpreis von 175.000 Euro) auf 18.500 bis 24.050 Euro (bei einem Preis von 370.000 Euro).

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Neben der Grunderwerbsteuer kommen auf Käufer Maklerprovisionen, Notarkosten und weitere Abgaben zu. Diese Zusatzkosten sorgen dafür, dass Hauskäufer oft mindestens 10 Prozent mehr zahlen als der Listenpreis beträgt. Über die gesamte Laufzeit eines Kredits summieren sich die Rückzahlungen auf das Eineinhalbfache des ursprünglichen Kaufpreises.

Strenge Bauvorschriften erhöhen die finanzielle Belastung zusätzlich. Gleichzeitig betrachten Politiker Immobilien zunehmend als Einnahmequelle und führen neue Steuern sowie Investitionsauflagen ein. Mieten, die stark vom Staat subventioniert werden, erscheinen oft günstiger als der Kauf.

Die Grundsteuerreform 2025 hat die durchschnittliche Steuerlast bereits verdoppelt. Nun schlägt Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), noch höhere Abgaben vor. Seine Vorschläge umfassen eine Besteuerung von Bodenwertsteigerungen sowie staatlich geförderte Pflicht-Hypotheken.

In Deutschland sind Hypotheken weniger zugänglich und erschwinglich als in vielen anderen Ländern. Zusammen mit den steigenden Kosten droht dieser Trend, immer mehr Menschen vom Immobilienmarkt auszuschließen.

Die Kosten für Wohneigentum in Deutschland steigen weiter – angetrieben durch höhere Steuern, strengere Regeln und rasant steigende Preise. Mit den neuen Plänen könnte der Traum vom Eigenheim für viele bald noch weiter in Ferne rücken. Die Kluft zwischen Mieten und Kaufen wird größer, während Käufer eine immer schwerere finanzielle Last tragen müssen.

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