Wie ein Speerwurf-Weltmeister Jugendlichen in NRW neue Perspektiven eröffnet
Tim BöhmWie ein Speerwurf-Weltmeister Jugendlichen in NRW neue Perspektiven eröffnet
Ein einzigartiges Projekt in Nordrhein-Westfalen hilft gefährdeten Jugendlichen, der Kriminalität zu entgehen – durch die Zusammenarbeit mit Polizisten und Sozialarbeitern. Kürzlich schloss sich der Speerwurf-Weltmeister Mathias Mester im Rahmen des Programms in Coesfeld an und bot den jungen Teilnehmenden die Chance, von einem Spitzenathleten zu lernen. Die Veranstaltung sollte Disziplin, Geduld und den Wert von Unterstützung vermitteln.
Die Initiative „Kurve kriegen“ startete im Januar 2022 unter der Schirmherrschaft des Innenministeriums des Landes. Ihr Ziel ist es, benachteiligte Kinder und Jugendliche durch Mentoring und strukturierte Aktivitäten vor einer kriminellen Laufbahn zu bewahren.
In der Weiling-Arena in Coesfeld leitete Mester – Weltmeister und Europameister im Speerwurf – eine Gruppe junger Menschen beim Werfertraining an. Viele der Teilnehmenden zeigten überraschendes Naturtalent und beeindruckten die Zuschauer mit ihren Fähigkeiten. Mester selbst demonstrierte seine Technik und warf über 30 Meter – wenn auch nicht ganz an seine Meisterschaftsweiten heranreichend.
Anfangs waren einige Jugendliche zurückhaltend im Umgang mit den anwesenden uniformierten Beamten. Doch bis zum Ende des Tages war die anfängliche Scheu verflogen. Die Veranstaltung vermittelte zentrale Werte wie Durchhaltevermögen, Teamarbeit und das Vertrauen in Unterstützungssysteme.
Der Ansatz des Programms – eine Kombination aus Sport, Mentoring und polizeilicher Begleitung – half den jungen Teilnehmenden, Selbstvertrauen aufzubauen und neue Perspektiven zu entdecken. Die Organisatoren bestätigten, dass die Ziele der Veranstaltung erreicht wurden: Die Jugendlichen verließen die Arena motiviert, sich weiter in die professionelle Betreuung einzubringen. Die Initiative wird weiterhin in der Region ausgebaut.






