Wie eine kleine Gemeinde mit 18.000 Einwohnern die Digitalisierung meistert
Jakob BauerWie eine kleine Gemeinde mit 18.000 Einwohnern die Digitalisierung meistert
Die kleine deutsche Gemeinde Kreuzau hat bei der Digitalisierung ihrer Dienstleistungen beachtliche Fortschritte gemacht. Mit nur 18.000 Einwohnern bietet sie inzwischen Online-Systeme für Störungsmeldungen, Ressourcenbuchungen und die Verwaltung von Geflüchteten an. Diese Entwicklungen folgten der Ernennung einer Digitalisierungsbeauftragten im Sommer 2022.
Seit Mitte 2022 ist Maike Ochs als Digitalisierungsbeauftragte in Kreuzau tätig – in einer 80-Prozent-Stelle und unterstützt von einem externen IT-Dienstleister. Vor ihrem Amtsantritt verfügte die Kommune zwar über ein Dokumentenmanagementsystem, doch die Nutzung in den verschiedenen Ämtern war uneinheitlich.
Unter Ochs’ Leitung wurden zahlreiche Akten – von Wohngeldanträgen über Hundeanmeldungen bis hin zu Personalakten – digitalisiert. Anfang 2023 führte sie zudem ein Online-Meldesystem ein, über das Bürger Störungen digital melden können. Eine neue Buchungsplattform ermöglicht es Nutzern nun, Sportanlagen und Veranstaltungsräume ohne Papierkram zu reservieren.
Auch im Bereich der Geflüchtetenbetreuung gab es Verbesserungen: Umständliche Excel-Listen wurden durch eine spezialisierte Software ersetzt, was die Bearbeitung von Anfragen beschleunigt. Zudem baute Ochs ein Team von 16 Digital-Lotsen auf – je einer pro Fachbereich. Sie fungieren als Schnittstellen und sorgen für eine reibungslose Einführung kommender digitaler Services.
Kreuzaus Fortschritte sind bemerkenswert, denn noch immer hat die Hälfte aller deutschen Kommunen keine Digitalisierungsbeauftragten. Die Systeme der Gemeinde decken mittlerweile Meldungen, Buchungen und Aktenführung ab. Sowohl Bürger als auch Mitarbeiter profitieren von schnelleren und effizienteren Abläufen.






