Wie soziale Medien Polizei und Schulen vor neue Herausforderungen stellen
Jakob BauerWie soziale Medien Polizei und Schulen vor neue Herausforderungen stellen
Veranstaltung zu antimuslimischem Rassismus und Islamismus: Wie soziale Medien Polizei und Schulen herausfordern
Am 21. Januar 2025 fand eine Fachveranstaltung mit dem Titel „Antimuslimischer Rassismus und Islamismus im Kontext des Einflusses sozialer Medien – eine Herausforderung für Polizei und Schulen“ statt. Organisiert vom Polizeipräsidium Recklinghausen und den lokalen Schulberatungsdiensten, kamen Polizeibeamte, Lehrkräfte, Bürgermeister:innen sowie Vertreter:innen des Kreises Recklinghausen und der Stadt Bottrop zusammen. Im Mittelpunkt standen die Bekämpfung von Extremismus und die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Sicherheitsbehörden.
Als Hauptredner referierte Prof. Dr. Mouhanad Khorchide über die Verbreitung radikalisierender Inhalte auf Plattformen wie TikTok. Der Inhaber des Lehrstuhls für Islamische Religionspädagogik an der Universität Münster leitet zudem das dortige Zentrum für Islamische Theologie. Erst im November 2024 wurde er mit der Goldenen Verdienstmedaille Österreichs ausgezeichnet; seit Oktober 2024 gehört er der Taskforce zur Islamismusprävention des Bundesinnenministeriums an.
In seinem Vortrag analysierte Khorchide die Wurzeln extremistischer Ideologien und zeigte Wege auf, wie online aktiven Predigern begegnet werden kann. Anschließend erarbeiteten die Teilnehmenden in Kleingruppen Strategien, um Jugendliche vor radikalen Einflüssen zu schützen.
Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen betonte die Notwendigkeit einer engeren Verzahnung von Schulen und Polizei im Kampf gegen Hassrede. Marisa Roth vom Schulpsychologischen Dienst Recklinghausen hob die Bedeutung von Fortbildungen für Lehrkräfte und fallbezogener Beratung hervor. Katharina Große-Westermann vom Schulberatungsdienst Bottrop verwies hingegen auf ein Defizit an attraktiven Alternativen zu extremistischen Online-Angeboten und unterstrich die Bedeutung von Medienkompetenz für junge Menschen.
Die Veranstaltung endete mit dem gemeinsamen Bekenntnis, die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Schulen auszubauen. Im Fokus der Diskussionen standen konkrete Maßnahmen zur Prävention von Radikalisierung und zur Unterstützung gefährdeter Jugendlicher. Als nächste Schritte sind Folgeprojekte geplant, die die erarbeiteten Ansätze vertiefen sollen.






